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Mit neuem Blick durch den Stadtteil laufen und die Umwelt anders sehen Eröffnung der Zehn-Rahmen-Ausstellung „Kunst auf dem Lerchenberg von Street-Art bis Naturwunder“ im Stadtteilladen

Eine Krähe geht im Einkaufszentrum spazieren: Interessante Lerchenberger Fotos sind jetzt im Stadtteilladen ausgestellt. Foto: kga

LERCHENBERG – Eine Heuschrecke in Großaufnahme, eine Krähe, die im Einkaufszentrum spazieren geht, lachende Steine und Schilder, bunt bemalte Garagentore: In der Reihe „Kunst auf dem Lerchenberg – von Street-Art bis Naturwunder“ sind zehn Bürger und die Klasse 2c der Grundschule auf Erkundungstour  in ihrem Stadtteil gegangen, um zum Motto „Kunst liegt im Auge des Betrachters“ Fotomotive für vor vielen Jahren von Ex-Ortsvorsteherin Sissi Westrich (SPD) ins Leben gerufenen „Zehn-Rahmen-Ausstellung“ zu finden. Jetzt wurde die einjährige Ausstellung im Stadtteilladen im Einkaufszentrum von Quartiermanagerin Anna Harris eröffnet.

Wer genau hinschaut, kann viel entdecken

Mit ihren Fotos können die Teilnehmer zeigen, was sich alles auf dem Lerchenberg versteckt und zugleich darstellen, wie individuell Kunst sein kann. Einen kindlichen, aber nicht zu unterschätzenden Blick zeigte die Klasse 2c, die gemeinsam im Stadtteil herumgeschaut und dort unzählige Gesichter ausfindig gemacht hat. Ob Schilder, Steine, Häuser, Pflanzen: Wer genau hinschaut, kann überall „Augen, Nase und Mund“ in den Dingen entdecken. Mal lächelnd, mal schreiend wie bei Eduard Munch, mal zwinkernd. So hatten die Kinder nicht nur ihren Spaß, an der Ausstellung teilnehmen zu können. Zugleich haben sie auch gelernt, ihre Umgebung genau zu beobachten und zu entdecken, wie viel Kunst, Fantasie und Schönheit einem jeden Tag begegnen.

Quartiermanagerin Anna Harris eröffnete im Stadtteilladen die „Zehn-Rahmen-Ausstellung, zu der Lerchenberger verschiedene Beiträge eingereicht hatten. Foto: kga

Besonderheiten einfangen

Und genau das ist der Ansatz der Zehn-Rahmen-Ausstellung. Die teilnehmenden Bürger werden aufgefordert, im Stadtteil genau hinzuschauen und Besonderheiten einzufangen. So ist auch jetzt wieder eine interessante Mischung zusammengekommen. „Alles in Gelb“, so der Name eines Bildes, das einen Paketdienstwagen, dahinter eine Straßenbahn und dahinter wiederum die Hochhäuser in der Hindemithstraße im goldgelben Licht der untergehenden Sonne zeigen. Garagenkunst sind einige Fotos tituliert, die einen Papageientaucher vor einem Leuchtturm und eine Lerche vor dem Hochhaus zeigen, einen Mainzelmann im Auto oder bunte Muster. Naturbilder etwa vom Ententeich oder von einer orangefarbenen Spinne, richtig ins Licht gesetzt, wirken mystisch bis spektakulär.

Vernissage bei großer Hitze

„Wir hier im Stadtteilladen haben alle eingereichten Fotos ausgewertet und jeder Teilnehmer kann sich in der Ausstellung wiederfinden“, sagt die Quartiermanagerin, die das Event zum dritten Mal organisiert hat.  Bei der Vernissage, zu der etwa 20 Personen bei großer Hitze gekommen sind, fasst sich Harris kurz. „Kunst ist Vielfalt und zeigt Freiheit und Kreativität“, lobte sie die „spannenden Bilder“. Dann bat sie alle, sich umzuschauen, sich über die Fotos auszutauschen und bei einem Getränk und Knabbereien noch eine Weile beisammenzubleiben.

Die Ausstellung kann jeweils zu den Öffnungszeiten des Stadtteilladens besucht werden.

kga