Start Kategorien Kultur 20 Jahre Kammermusikensemble KAMEL Gelungene Jubiläumskonzerte im Marienhof

20 Jahre Kammermusikensemble KAMEL Gelungene Jubiläumskonzerte im Marienhof

Das KAMEL musizierte im proppenvollen Marienhof. Foto: Oliver Gehrig

LAUBENHEIM – Mit seinen zahlreichen hochwertigen Konzerten, Tourneen und Konzertreisen hat sich das Kammermusikensemble Laubenheim, kurz KAMEL, in den vergangenen 20 Jahren weit über die Grenzen von Laubenheim und Mainz hinaus einen Namen gemacht. Zwei Jahrzehnte im Zeichen der Musik wurden nun mit zwei gelungenen Open-Air-Jubiläumskonzerten im Marienhof gefeiert. Der Zuspruch war so groß, dass der Innenhof des Gebäudes schier aus allen Nähten platzte.

Hochkonzentriert waren die Musikerinnen und Musiker bei der Sache. Foto: Oliver Gehrig

Mehr als 200 Musikfans machten es sich bei Silvaner, Riesling, Biobier und Spundekäs gemütlich

Mit „Abende zum Anstoßen“ waren die beiden Konzerte betitelt. Die mehr als 200 Musikfans am Samstagabend machten es sich bei Silvaner, Riesling, Biobier und Spundekäs im Innenhof gemütlich und warteten gespannt auf das, was da kommen mag.

Dann erschienen die 24 jungen Streicherinnen und Streicher von KAMEL auf der Bühne und starteten ihr erstes Lied „Sei hier Gast“ von Alan Menken aus „Die Schöne und das Biest“. Auffallend waren von Beginn an die große Freude und die musikalische Leichtigkeit, mit der die Musikerinnen und Musiker bei der Sache waren. „Gestern gab es die Premiere, heute haben wir unsere zweite Veranstaltung“, verkündete Moderator Johannes Christ, Musiker, Instrumentalpädagoge und Musiklehrer, seit 2008 bei KAMEL aktiv. „Wir haben eine große Besetzung auf der Bühne mit vielen Freunden und Ehemaligen.“ Bei der musikalischen Reise durch 20 Jahre sei auch viel Neues im Programm. „Wir spielen quer durch die Genres: klassische Musik, Filmmusik, Crossover und auch lateinamerikanische Musik.“

Moderator Johannes Christ führte mit humorvollen Anekdoten durch den Abend. Foto: Oliver Gehrig

Ein Klassik-Welthit wurde frech mit einem Popklassiker der 60er gemischt

Nach „Somewhere“ aus Leonard Bernsteins „West Side Story“ folgte eine kleine musikalische Revolution. Ein Klassik-Welthit wurde frech mit einem Popklassiker der 60er gemischt: Ludwig van Beethovens fünfte Sinfonie ging mutig gemixt in „Help!“ von den Beatles über. Manchen stockte der Atem, aber das Gesamtkunstwerk überzeugte und erhielt viel Beifall. „Wir haben das zusammengeschustert, das macht mir eine Riesenfreude“, bekannte Johannes Christ.

Bei „Conquest of Paradise“ von Vangelis, bekannt geworden insbesondere als Einlaufmelodie der Boxkämpfe von Henry Maske, sangen die Musikerinnen und Musiker die lateinischen Verse im Chor. „Die meisten Leute, die ein Instrument lernen, erlernen es, damit sie nicht singen müssen – Scheiße gelaufen“, witzelte Johannes Christ und hatte die Lacher auf seiner Seite.

„Only Time“ von Enya, neben dem Welthit „Orinoco Flow“ einer der bekanntesten Hits der irischen Sängerin, war ebenfalls im Programm. „Das können wir gar nicht so oft spielen, weil wir dafür eine große Besetzung brauchen“, erläuterte der Moderator.

Die Musikerinnen und Musiker gingen mit Freude ans Werk. Foto: Oliver Gehrig

Extended Version von „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“

Ahs und Ohs gab es dann für die immer noch sehr beliebte Winnetou-Filmmelodie. Ein wahrer Ohrwurm, der nicht mehr aus dem Kopf will. Teils gezupft, erklang dann „My Way“ von Frank Sinatra. „Das ist ein Must-have auf jeder Jubiläumsfeier“, witzelte Christ.

Mit der Extended Version von „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ endete der erste von drei angekündigten Blöcken des Jubiläumskonzertes. Nach jedem Lied gab es viel Beifall des begeisterten Publikums. Zum Abschluss des gelungenen Konzertabends gab es die beiden Zugaben „Moon River“ von Henry Mancini und „Major Tom – völlig losgelöst“ von Peter Schilling. Das KAMEL ist das musikalische Aushängeschild von Laubenheim, was erneut deutlich wurde.

Oliver Gehrig

 

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