WEISENAU – Komplett gefüllt mit mehr als 200 Besucherinnen und Besuchern war zum Festgottesdienst an Maria Himmelfahrt die gleichnamige Kirche in Mainz-Weisenau. Es gab gleich drei Anlässe zum Feiern: Neben dem Patronatsfest waren das die Feierlichkeiten zum Jubiläum „100 Jahre Volks- und Gebirgs-Trachtenverein Edelweiß“ und das 40-jährige Dienstjubiläum von Pfarrer Christian Nagel, dem katholischen Pfarrer von Weisenau und Laubenheim.

„Große Freude aus ganzem Herzen, lieber Bischof Peter Kohlgraf, liebe Gäste aus Nah und Fern“, sagte Pfarrer Nagel, dem die Freude über den sehr großen Zuspruch deutlich anzusehen war, zu Beginn des Festgottesdienstes. Dieser startete mit dem gemeinsamen Lied „Ein Haus voll Glorie schauet“.

Die Würdigung von Pfarrer Nagel übernahm der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf. „40 Jahre, das ist eine lange und verantwortungsvolle Zeit“, betonte der Bischof. „Weisenau geht es gut mit Ihnen. Dazu Gottes Segen und herzlichen Glückwunsch!“ Ein Glückwunsch ging natürlich auch an die Vertreter des Trachtenvereins, die sehr zahlreich in ihren Trachten erschienen waren und mit rund 20 Standartenträgern für zusätzlichen Glanz im Weisenauer Gotteshaus sorgten: „100 Jahre haben Sie Kultur gelebt – auch dazu herzlichen Glückwunsch!“

Nach der Lesung aus dem 1. Brief des Apostel Paulus und aus dem Lukas-Evangelium betonte Bischof Kohlgraf: „Entscheidend ist, mit Leib und Seele in der Kirche und im Verein bei der Sache zu sein.“ Es folgten die Fürbitten für Bischof Kohlgraf, Pfarrer Nagel und den Trachtenverein: „Segne alle, die sich für Gemeinschaft, Brauchtum und Tradition einsetzen“.

Die neue Gedenktafel „100 Jahre Edelweiß“ wurde von Vertreterinnen der „Dirndl“ des Trachtenvereins vorgestellt und von Bischof Kohlgraf gesegnet. Gemeinschaft, Zusammenhalt, Heimat und gelebte Tradition machten den Verein aus, betonten die „Dirndl“. Sie gingen auf die Historie des 1926 gegründeten Vereines ein. Ein Highlight war die Einweihung der „Edelweiß-Scheier“, des Vereinsheims, im Jahr 1999. „Es ist mehr als ein Gebäude. Es ist ein Ort der Begegnung, der Erinnerung und ein Stück Zuhause“, betonten die „Dirndl“ und schlossen ihre Rede mit dem Vereinsmotto: „Treu dir selbst, treu der Tracht, treu der Heimat“.
Im Anschluss an den Gottesdienst setzte sich der Festumzug in Richtung Festzelt in Bewegung.
Oliver Gehrig





















