
FINTHEN – Vor 25 Jahren fing alles an. Mit dem Märchenspiel „Hennen flennen“ startete im Jahr 2001 die Theater-Gemeinschaft „Die Finthlinge“ ihre Aufführungen in der Aula der Peter-Härtling-Schule in der alten Lambertschule. Einige ideenreiche Eltern hatten ein Jahr zuvor die Initialzündung gegeben. Sie wollten ihren Kindern zum Schulabschluss etwas Besonderes bieten und schenkten ihnen im Jahr 2000 das Märchenspiel „Käthe und der Teufel“. Das kam so gut an, dass daraus ein Dauerauftrag wurde, was die Gründung der Theater-Gemeinschaft notwendig machte. „Wir haben als Familientheater angefangen und sind dann mehr zum Boulevardtheater geschwenkt, aber nicht in Mundart“, berichtete der Vorsitzende Martin Rudolph nun vor der akademischen Feier „25 Jahre die Finthlinge“, zu der er rund 30 Gäste am Samstagmorgen im Agnes-Pfeifer-Saal begrüßte. Darunter waren Ortsvorsteher Manfred Mahle (SPD), sein Vorgänger Herbert Schäfer (CDU), Landtagsabgeordneter Johannes Schäfer (CDU) und der Ehrenvorsitzende der IG Layenhof, Wolfgang Schäfer.

Vorsitzender Martin Rudolph startete die Feier mit Erinnerungen an das Gründungsjahr 2001. Darunter waren auch traurige Dinge wie der Einsturz der Zwillingstürme des World Trade Centers in New York City. „Es gibt wenige Sachen von vor einem Vierteljahrhundert, über die wir heute noch lachen können“, sagte der Vorsitzende. „Die Finthlinge“ gehörten allerdings dazu. „Es ist kein Selbstläufer“, betonte Martin Rudolph. „Wir haben es in 25 Jahren geschafft, einen festen Platz im Finther und Mainzer Kulturkalender zu finden.“
„Sie können stolz auf sich sein“, lobte Kulturdezernent Ata Delbasteh (SPD) in seinem Grußwort. „Die Finthlinge machen eine hervorragende und wunderbare Arbeit. Das ist Kultur von allen für alle: Die Barrieren werden so abgebaut und Theater kann für alle erfahrbar werden.“
Lobende Worte gab es auch von Hans Schilling, dem Vorsitzenden des Landesverbandes Amateurtheater Rheinland-Pfalz. „25 Jahre ,Die Finthlinge’: Das ist eine Zahl, auf die ihr Stolz sein könnt.“ Schilling überreichte eine Urkunde, machte aber auch auf das Problem der fehlenden Spielstätten für Amateurtheater in Mainz aufmerksam.

Die Grüße des erkrankten Vereinsringsvorsitzenden Jürgen Hinkel übermittelte sein Stellvertreter Wolfgang Walter. „25 Jahre, was für ein grandioses Theater“, lobte er. „Ohne euer ehrenamtliches Engagement wäre Finthen um viele Lachfalten ärmer.“
Dann hatte der Ideengeber und Motivator Uwe Greiner, zugleich Regisseur und Gründungsmitglied, das Wort. Wenn er gefragt werde, welche Aufführung ihm am besten gefallen habe, antworte er stets: „immer die Aktuelle!“ Uwe Greiner weiter: „Wir spielen Theater als Hobby. Die Schulaula ist ideal für uns und sollte für die Vereine erhalten bleiben.“ Als Dank für sein großes Engagement erhielt er vom Vorsitzenden Martin Rudolph und von Kassierer Curt Zschernig eine Collage mit Highlights aus 25 Vereinsjahren.

Bei Fleischwurst und Wein bestand im Anschluss in gemeinsamen Gesprächen die Möglichkeit, das vergangene Vierteljahrhundert Revue passieren zu lassen. Der Blick geht aber auch nach vorne: Das neue Stück „Hier sind Sie richtig“ wird am Samstag, 7., 14. und 21. November, jeweils aum 19.30 Uhr sowie am Sonntag, 8. und 15. November, jeweils um 18 Uhr in der Aula der Peter-Härtling-Grundschule, Lambertstraße 14, aufgeführt. Der Eintritt kostet 13 Euro, für Schüler und Studenten 8 Euro. Der Kartenvorverkauf startet am 1. Oktober online unter www.finthlinge.de sowie im Salon Ilse, Poststraße 68.
Oliver Gehrig





















