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September in HaMü Jüdisches Welterbe, Musik und Begegnungen

Musikalisch setzt im September die Formation Aruma de Bolivia Akzente in HaMü. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

HAMÜ/NEUSTADT/ALTSTADT – Im September richtet sich der Blick in HaMü auf einen geschichtsträchtigen Ort: Am Alten Jüdischen Friedhof wird am Sonntag, 6. September, das neue UNESCO-Besuchszentrum Sali-Levi-Haus eröffnet und eingeweiht. Sali Levi war Nachfolger von Dr. Siegmund Salfeld und bis 1941 wie Salfeld zuvor Rabbiner der alten jüdischen Gemeinde in Mainz.

Außergewöhnlicher Anlass

Die Einweihung des Besucherzentrums rund fünf Jahre nach der Ernennung der jüdischen Stätten in Worms. Speyer und Mainz zum Weltkulturerbe, soll ein Fest werden, das zwischen dem kürzlich nach Dr. Siegmund Salfeld benannten Platz und der Mombacher Straße den außergewöhnlichen Anlass würdigt.

Der Beginn ist für 13 Uhr geplant. Bis 16.30 Uhr stehen Führungen auf dem Programm, hinzu kommen Informationsstände und ein kulinarisches Angebot. Bitte beachten: Für den Aufenthalt auf dem alten Jüdischen Friedhof benötigen männliche Besucher eine Kopfbedeckung.

Nach dem Festausklang verlagern sich die Feierlichkeiten in die Neue Mainzer Synagoge. Die Eröffnung bildet nämlich den Auftakt zu mehreren Tagen, die sich mit jüdischer Geschichte und Gegenwart in Mainz beschäftigen. Um 17 Uhr starten die SchUM-Kulturtage in der Neuen Synagoge mit einer Führung und einem Konzert des „LIV Quartet“.

„Wurzeln in die Zukunft. Die Ausstellung zu Vergangenheit und Gegenwart in der Mainzer Neuen Synagoge“

Am 7. September führt Kuratorin Dr. Susanne Urban um 11.30 Uhr durch die Ausstellung „Wurzeln in die Zukunft. Die Ausstellung zu Vergangenheit und Gegenwart in der Mainzer Neuen Synagoge“. Um 17.30 Uhr liest Urban im Sali-Levi-Haus aus ihrer 2025 erschienenen Biografie über Rabbiner Sali Levi. Um 19 Uhr folgt in der Synagoge ein Gespräch mit Rabbiner Aharon Ran Vernikovsky und dem Schauspieler und Musiker Daniel Donskoy.

Aktuell wird das Außengelände des Besucherzentrums am Alten Jüdischen Friedhof gestaltet: Die Einweihung will die Stadt fünf Jahre nach der Ernennung der jüdischen Stätten in Worms. Speyer und Mainz zum Weltkulturerbe, zu einem Fest werden lassen.
Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

Weitere Führungen und Kulturangebote schließen sich an. Am 8. September beginnt um 16 Uhr eine Führung über den Neuen Jüdischen Friedhof in der Zahlbacher Straße. Am 9. September steht um 15.30 Uhr eine Kuratorenführung durch die Ausstellung im neuen UNESCO-Besuchszentrum auf dem Programm. Um 18 Uhr folgt eine Führung durch die Ausstellung „Shalom am Rhein“ im Landesmuseum Mainz. Dort gibt es am 10. September um 14 Uhr außerdem eine Kinderführung. Um 15.30 Uhr führt Dr. Kathrin Nessel von der Denkmalpflege der Landeshauptstadt über den Alten Jüdischen Friedhof. Die szenisch-musikalische Lesung „Jews Undercover“ von Stéphane Bittoun beginnt um 20 Uhr in den Mainzer Kammerspielen. Begleitend ist vom 6. bis 10. September am Dr.-Siegmund-Salfeld-Platz die Klanginstallation „The Magenza Protocols“ des Mainzer SchUM-Artists in Residence 2026 zu erleben. Das SchUMobil bietet dort vom 8. bis 10. September ein pädagogisches Programm für Familien an.

Kindersachen- und Kleiderbasar a. 5. September

Abseits des Einweihung des Besucherzentrums bietet HaMü im September aber auch weitere interessante Termine: Am 5. September bietet die Auferstehungsgemeinde, Am Fort Gonsenheim 151, ab 10 Uhr ein Kindersachen- und Kleiderbasar. Einen Tag später lädt das Café Altes Patrönchen um 15 Uhr zu Musik mit dem Cello-Quartett Saitenweise ein.

Musikalisch setzt Mitte September vor allem Aruma de Bolivia Akzente. Am 11. September ist die 1980 gegründete bolivianische Formation zunächst beim Sommerfest von Mission Leben in der Wallstraße 13 zu erleben. Das Fest beginnt um 15 Uhr und richtet sich ausdrücklich nicht nur an Klienten und Gäste der Einrichtung. Ziel ist es, Menschen in schwierigen Lebenssituationen einige Stunden der Gemeinschaft und Anerkennung zu ermöglichen, so die Organisatoren. Essen und Musik gehören zum Programm.

Am 18. September öffnet „Fort Kreativ“ seine offene Bühne

Ein weiterer Gastauftritt von Aruma de Bolivia folgt am 13. September um 14 Uhr übrigens in der Tagesstätte der AWO in Gonsenheim, Pfarrer-Grimm-Straße 3. Für das Abschlusskonzert mit einer Benefiznote ist eine vorherige Anmeldung bei der Tagesstätte erforderlich. Bei diesem Auftritt werden Spenden für die Emmauskirche gesammelt.

Zum Monatsende wird das Programm wieder lokaler. Am 18. September öffnet „Fort Kreativ“ um 20 Uhr im Fort Hauptstein am Johann-Maria-Kertell-Platz 1 seine offene Bühne. Das Seniorencafé in der Emmauskirche, Im Münchfeld 2, beginnt am 23. September um 15 Uhr.

Gregor Starosczyk-Gerlach

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