

NIEDER-OLM – Dass die Graswurzelbewegung Maria 2.0 weit mehr zu bieten hat als ihr Engagement für die Rechte von Frauen in der katholischen Kirche, zeigte einmal mehr ein stimmungsvoller Leseabend im Camarahaus. Die Initiative lädt das ganze Jahr über zu Gottesdiensten und ganz unterschiedlichen Veranstaltungen ein – und dieser Abend stand ganz im Zeichen von Literatur, Kreativität und Musik.
Locker, abwechslungsreich und mit viel Freude
Locker, abwechslungsreich und mit viel Freude präsentierten die Leserinnen und Leser ihre ganz persönlichen Lieblingsstücke. Dabei war schnell klar: Hier ging es nicht um trockene Buchbesprechungen, sondern um Geschichten, die berühren, zum Schmunzeln bringen oder zum Nachdenken anregen.
Zu hören gab es unter anderem Passagen aus der Biografie von Michelle Obama, die mit ihrem Lebensweg und ihren Erfahrungen beeindruckte. Daneben sorgten auch selbst geschriebene Texte für Begeisterung. Besonders viel Heiterkeit löste die Geschichte von Sir Archibald aus – einem ausgesprochen eigensinnigen Maulwurf, der das Leben einer Gartenbesitzerin gehörig auf den Kopf stellt und offenbar längst die Herrschaft über Beete und Blumen übernommen hat.
Gedankenwelt eines Riesenkalmars
Philosophischer wurde es bei einem Text von Stadtbürgermeister Dirk Hasenfuss. In ungewöhnlicher Perspektive nahm er das Publikum mit in die Gedankenwelt eines Riesenkalmars und regte damit auf ganz eigene Weise zum Nachdenken über das Leben an. Und auch darüber hinaus warteten noch viele weitere Beiträge mit überraschenden, spannenden und humorvollen Momenten auf.
Für die passenden musikalischen Zwischentöne sorgte Pianistin Anna Haas von der Musikschule der Verbandsgemeinde Nieder-Olm. Mit ihrem einfühlsamen Klavierspiel am Flügel schuf sie immer wieder kleine Ruheinseln zwischen den Lesungen und verlieh dem Abend eine ganz besondere Atmosphäre.
Lebendig und vielseitig: das kulturelle Angebot von Maria 2.0
So entstand ein harmonisches Zusammenspiel aus Literatur und Musik, aus bekannten Werken und eigenen Gedanken. Die Gäste genossen die Vielfalt der Beiträge und den ungezwungenen Austausch in gemütlicher Runde.
Der Leseabend machte deutlich, wie lebendig und vielseitig das kulturelle Angebot von Maria 2.0 ist. Mit Offenheit, Kreativität und viel Herz gelingt es der Bewegung immer wieder, Menschen zusammenzubringen und Räume für Begegnungen zu schaffen. Für die Besucherinnen und Besucher war es jedenfalls ein rundum gelungener Abend – ein kultureller Genuss, der noch lange nachklang.
Annette Pospesch
























