
FINTHEN – Ein farbenprächtiges Bild war am späten Samstagnachmittag vor der Finther Pfarrkirche St. Martin zu bewundern. Die Kerbejahrgänge versammelten sich in ihren bunten Kerbeshirts auf dem Vorplatz. Dann ging es trommelnd und die rot-weißen Fahnen schwenkend in Richtung Rodeneckplatz, wo vor dem Bürgerhaus die offizielle Kerbeeröffnung auf dem Kerbeprogramm stand.

„Wir sind froh, dass das ein großer Jahrgang ist.“
„Herzlich willkommen zur Finther Kerb“, sagte die Finther Kerbevereinsvorsitzende Julia Müller zu den zahlreichen Gästen. „Die Jahrgänge sind einmarschiert.“ Sie lobte den aktuellen Kerbejahrgang 06/07, der sich gemeinsam mit den anderen Jahrgängen im Halbkreis vor der Bühne aufgestellt hatte. „Wir sind froh, dass das ein großer Jahrgang ist.“
Ortsvorsteher Manfred Mahle (SPD) ergänzte: „Dieses Fest gehört zu den wichtigsten Ereignissen in unserem Stadtteil. Die Kerb ist ein großes Gemeindefest, das den Zusammenhalt in unserem Stadtteil stärkt.“ Dann erklärte er die Kerb für eröffnet und fragte: „Wem gehört die Kerb?“ – „Uns!“, war die Antwort der Kerbejahrgänge. Jutta Müller dankte dem Kerbeverein für die Vorarbeit und machte auf die Zeitung des Kerbejahrgangs aufmerksam. Es gab auch wieder eine Kerbetombola mit 500 Preisen. Jedes zweite Los war ein Gewinn.

Zwei geübte Schläge auf das Fass, und schon floss das Freibier in Strömen
Dann folgte der Fassbieranstich, den Peter Lehr vom Hauptsponsor der Kerb vornahm. Zwei geübte Schläge auf das Fass, und schon floss das Freibier in Strömen. Den ersten Zugriff hatte der aktuelle Kerbejahrgang.
Die Vereine boten Leckereien an den Ständen an. Baguettes gab es bei der Reservistenkameradschaft, Gegrilltes bei den Finther Freiherrn und Freifrauen sowie Flammkuchen und Pulled Pork Sandwich beim 1. Grillverein Mainz. Das Weingut Frenz bot edle Rebensäfte an, die DJK Rot-Weiß Hochprozentiges und Cocktails. Pasta, Churros, Bratwurst, Bier, Crepes, Lebkuchen und Softeis ergänzten das kulinarische Angebot.

Schießstand, eine Losbude und Fadenziehen sowie Stände mit Bildern und Spielwaren
Attraktionen für die jungen Gäste waren der Autoscooter, die zwei Kinderkarussells und das Bungee Jumping. Zudem gab es einen Schießstand, eine Losbude und Fadenziehen sowie Stände mit Bildern und Spielwaren.
Eine Besonderheit in Finthen ist die umfangreiche Beteiligung der Kerbejahrgänge am Programm. Das reicht vom Stellen des Kerbebaums am Samstagmorgen über den traditionellen Weckruf der Jahrgänge mit Marsch durch den Stadtteil am Sonntagmorgen bis zur Jahrgangswette und der Kerbe-Rallye des neuen Jahrgangs.
Oliver Gehrig




















