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The Show must go on – auch mit weniger Sponsoren Jugend >>>Der „Große Preis von Finthen“ hat mit fehlenden Sponsoren zu kämpfen – Die Zukunft des Bobbycar-Rennens ist ungewiss.

Mit dem „Großen Preis von Finthen“ wird eine Tradition fortgesetzt. Foto: Johannes Preyß

FINTHEN – Finthen wäre nicht Finthen, gäbe es nicht jedes Jahr das Bobbycar-Rennen am Jungenfeldplatz und würde nicht der „Große Preis von Finthen“ verliehen werden. Das gilt auch in Zeiten finanzieller Probleme, wie es dieses Jahr der Fall ist. Für das diesjährige Rennen ist nämlich ein großer Sponsor abgesprungen, sodass die Veranstaltung unter erschwerten Bedingungen stattfand.

Das betonte Manfred Mahle (SPD), der als Finther Ortsvorsteher die Veranstaltung einleitete und den Startschuss für das erste Rennen gab. Inhalt seiner Rede war eine Ausführung über das „Ur-Bobbycar“, das 1972 zum ersten Mal das Licht der Welt erblickte. Seitdem habe sich dessen Form dem Zeitgeschmack angepasst, was unter anderem eine Begradigung des Lenkrads und einen Gummiüberzug der Reifen beinhaltet.

Zweiter Moderator war Wolfgang Walter, der Erste Vorsitzende des Motor-Sport-Clubs Mainz-Finthen und damit des Hauptveranstalters des Rennens. Walter ging noch einmal auf die finanzielle Situation des Rennens ein: Früher wurde es von der Stadt unterstützt, doch seitdem dies nicht mehr der Fall ist, hängt die Durchführbarkeit von den privaten Sponsoren ab. Trotz der prekären Lage in diesem Jahr kann sich der „Große Preis von Finthen“ zum Glück weiterhin auf eine große Anzahl weiterer Unterstützer wie die Volksbank Darmstadt-Mainz oder das Weingut Frenz stützen. Dennoch betonte er, dass man für die Zukunft des Rennens nach weiteren Sponsoren sucht, denn dieses Jahr stehe am Ende der Bilanz für den MSC Finthen ein Minus.

Ortsvorsteher Manfred Mahle eröffnete das Rennen. Foto: Johannes Preyß

Für die erfolgreiche Durchführung des Rennens ist die günstige Geografie der Jungenfeldstraße entscheidend, die mit ihrer leichten Steigung die perfekten Bedingungen für ein spannungsreiches, aber dennoch sicheres Rennen bietet. Für zusätzlichen Schwung startete jedes Rennen auf einer kleinen Rampe. Dort wurden jeweils zwei Kinder, die auf ihren Bobbycars saßen, mithilfe einer kleinen Barriere platziert. Mit dem Startschuss wurde die Barriere fallengelassen, um die Bobbycars in Bewegung zu bringen. Die Zeit, die jeder Teilnehmer brauchte, um die Straße von der Rampe bis zum Ziel herunterzufahren, wurde mithilfe einer Lichtschranke gemessen.

Und wer war am schnellsten? Bei den unter Sechsjährigen ging der erste Platz an Tristan Kleinz, der zweite Platz an Leo Mino Hefner und der dritte Platz an Jonathan Köhr. Bei den über Siebenjährigen war der Sieger Jonas König, gefolgt von Leon König und Erik Wölke. Der schnellste Gonsenheimer war Tom Kärtner. Die Sieger können sich über Preise freuen, die von den Sponsoren des Rennens wie dem Atrium Hotel oder dem Restaurant „Zum Gutenberg“ zur Verfügung gestellt wurden.

Auch der erste Mainzer Grillverein war bei der Veranstaltung vertreten und stellte die Verpflegung zu fairen Preisen bereit. Der Jungenfeldplatz bot eine hervorragende Umgebung für den Verzehr und ein gemütliches Beisammensein. Außerdem diente er als Gelegenheit, um den beeindruckenden Fuhrpark des MSC Finthen zu präsentieren – natürlich ohne der Hauptattraktion, dem Rennen, die Show zu stehlen. Hoffen wir, dass diese Tradition im nächsten Jahr fortgesetzt wird. Das ist jedoch zu einem großen Teil von der erfolgreichen Suche nach neuen Sponsoren abhängig.

 

Johannes Preyß