GONSENHEIM – Umwelt- und Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger sowie Ortsvorsteher Josef Aron (beide Grüne) gaben ihr Bestes, um das Gonsenheimer Rathaus in der Pfarrstraße zu verteidigen. Sie hatten jedoch keine Chance und mussten den Narren die Schlüssel überlassen. „Am Ende mussten wir kapitulieren, die Schlüssel übergeben, die Stadtkasse fast geleert. Für viele Fahrradstraßen eben“, erklärte Aron in Reimform.

Nach der Rathauserstürmung begann der Rekrutenumzug an dem kalten, aber zumindest trockenen Fastnachtssamstag und führte durch die Mainzer Straße über die Ölwiesenstraße, Grabenstraße, Hermann-Ehlers-Straße, Schulstraße, Wilhelm-Raabe-Straße und die Breite Straße bis zur Maler-Becker-Schule, wo der HC Gonsenheim und der SV Gonsenheim eine After-Zug-Party auf die Beine gestellt hatten. Die Spitze des Zuges mit 37 Nummern wurde angeführt von Steinkrüger und Aron. Es folgte mit der Meenzer Narrengarde eine erst vor sieben Jahren gegründete Gonsenheimer Garde. Danach kam die Fußgruppe des HC Gonsenheim in ihren Handballtrikots und schwenkte ihre weiß-blau-weißen Fahnen. Und mit dem SV Gonsenheim direkt ein zweiter Sportverein hinterher.
Die Mainzer Guggenmusik-Gruppe „Blechschaden“ sorgte zwischendurch für musikalische Untermalung. Passend dazu lief danach die „Martinusschule voller Klang, Musik macht glücklich – ein Leben lang!“, deren vierfarbbunte Tasten-Kostüme sehr lustig aussahen. Nicht minder drollig waren auch die Eichhörnchen- und Igel-Kostüme der Grundschule Am Gleisberg. „Eichhörnchen und Igel, die sind schlau, kommen vom Gleisberg und rufen Helau“, stand auf ihrem Plakat zu lesen. Ganz in Weiß gehüllt waren die „Schneemänner“ der Kita Maler-Becker-Schule. Die Kita Burg Unibunt hatte das Motto „Die Unibunt mit buntem Trubel sorgt auch als Lok für reichlich Jubel“. Nach der Gonsenheimer Kleppergarde war die Kita St. Petrus Canisius dran. Zum Motto „Der Zauberwald, der tanzt und lacht, wir feiern heute Fassenacht“ hatten sie sich lustige grüne Umhänge mit Blättern gebastelt. Für die Pfarrgemeinde schloss sich zudem das Männerballett an. Die Farbe Blau dominierte bei der Kita St. Stephan und ihrem Motto „Kita-Alltag über Bord – Wir tauchen ab zum Meeresort!“, Grün bei der Kita der Evangelischen Auferstehungsgemeinde vom Hartenberg und ihren „frechen Halsbandsittichen“. Wo wir beim Thema Vögel sind: Der Evangelische Kindergarten bestand aus lauter „Fastnachtsvögeln“.
Die Musikkapelle der Freunde der Feuerwehr Mainz-Gonsenheim spielte nicht nur im Umzug, sondern auch beim Empfang nach dem Umzug in der Niederlassung der VR-Bank Mainz in der Breite Straße. Deutlich sichtbar die stärkste Gruppe an Teilnehmern war die Füsiliergarde. Dann hieß es „Hände in die Höhe, hier kommen die Sandflöhe“ bei der Kita „Die Sandflöhe“. Die Kita Gonsbachterrassen lief unter „Wir zeigen heut‘ mit voller Pracht: Vielfalt ist die Supermacht!“ Die Kita Gonsenheimer Wald hatte ein musikalisches Motto – auf weißen T-Shirts waren Notenschlüssel in den Fastnachtsfarben angebracht.

In einem Auto nach dem anderen kamen die Granden des Gonsenheimer Carneval Vereins angefahren. Wie vom anderen Planeten sahen die Gonsenheimer Pfadfinder vom Stamm St. Stephan aus. „Jugendräume weg, wir sollen geh’n, drum sind wir halt im All zu seh’n.“ Unter den Sportlerinnen der Turngemeinde 1861 befanden sich mit der Gonsenheimer Erdbeerkönigin Nina I. und ihrer Erdbeer-prinzessin Evelin I. auch zwei Hoheiten, die ihr sportliches Können unter Beweis stellten. Ganz ohne Pferde, dafür auf dem klassischen Wagen kam der Reit- und Fahrverein daher. Als römische Legionäre hatten sich die aktive Nachbarschaftstruppe IG Neugonsenheim aus dem Gonsenheimer Krongarten verkleidet. Die „Gonsbachrebelle“ und die „Stammtischbrüder“ sind Stammtische, wie der Name schon sagt.
Seinen 40. Geburtstag feierte das Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum GoFi. In Rikschas gefahren wurden Bewohner des AWO-Seniorenzentrums Jockel Fuchs. Erstmals mit dabei war eine Gruppe Mitarbeitender der Schott AG mit ihren Familien. Die Samtpfötchen-Tanzgruppe aus Mombach zeigte schöne Hebefiguren. Und zum Schluss waren die Eiskalten Brüder dran, unter anderem mit ihrer Grenadiergarde und dem Damenballett.
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