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Antike Spuren zwischen Bingen und Ingelheim Kultur >>>Einladung zur Entdeckungstour am Römertag

Römische Soldaten auf einem Foto aus dem Archäologischen Park in Xanthen stehen hier sinnbildlich für den Römertag in Rheinhessen, bei dem in mehreren Kommunen die antike Geschichte der Region erlebbar wird. Symbolfoto: Gregor Starosczyk-Gerlach

RHEINHESSEN – Der Römertag in Rheinhessen am Sonntag, 26. April, bringt entlang der Rheinachse unter anderem zwischen Bingen und Ingelheim die römische Geschichte dem Publikum an mehreren Orten näher. Der Aktionstag ist Teil eines größeren kulturellen Schwerpunkts, der die antiken Spuren zwischen Rhein, Selz und Nahe stärker sichtbar machen soll. Der Erlebnistag steht 2026 nämlich vor dem Hintergrund des Römerjahres, welches das gemeinsame Kulturbüro der Stadt Mainz und des Landkreises Mainz-Bingen in diesem Jahr in den Mittelpunkt stellt.

In Ingelheim, Heidesheim und Bingen reicht das Spektrum vom Familienfest mit Legionären über ein baugeschichtliches Kleinod bis hin zur Ausgrabungsstätte im Binger Wald. Die Kombination jener Stationen macht den Reiz des Programms am Rhein aus. Während In Ingelheim die Antike als lebendige Mitmachgeschichte erfahrbar wird, zeigt in Heidesheim sich römisches Erbe im Übergang zum frühen Mittelalter, und in Bingen wird der Blick wiederum auf das Leben auf einem römischen Landgut gelenkt.

Im Museum bei der Kaiserpfalz in Ingelheim steht von elf bis 15.30 Uhr das Familienfest „Mit Tunika und Tinte – Römer in Ingelheim“ auf dem Programm. Dort geben Legionäre der IG „Imperium Romanum“ Einblicke in das Leben römischer Soldaten. Im Museumshof können Besucher zudem mit antiker Tinte, Schreibfeder und Holztäfelchen selbst ausprobieren, wie in der Antike geschrieben wurde.

In Heidesheim öffnet von zwölf bis 16 Uhr die St. Georgskapelle. Sie steht nahe der alten Römerstraße von Bingen nach Mainz und wurde um 700 auf den Grundmauern des ruinösen Herrenhauses einer römischen Villa rustica errichtet. Damit gilt sie als einer der ältesten erhaltenen Sakralbauten Rheinhessens. Auch Chorbogen und Wandmalereien verweisen auf die lange Geschichte des Bauwerks.

Ebenfalls von elf bis 16 Uhr ist die Villa rustica im Binger Wald zugänglich. Kostenlose Führungen informieren dort über die Forschungsgeschichte der Anlage und das Leben auf dem römischen Gutshof. Hinzu kommen ein römischer Garten mit Nutzpflanzen, Spiele und Eindrücke aus dem Legionärsleben.

red