Start Gesellschaft Alpenrock, Pop und Traditional

Alpenrock, Pop und Traditional

Gonsenheim – Seinen zehnten Geburtstag feierte der Gonsenheimer „Xsangsverein“ mit einem Konzert im Rathaussaal in Gonsenheim. Das Repertoire des Abends, der den Titel „Heast es net“, einem Zitat von Hubert von Goisern, trug, illustrierte den musikalischen Querschnitt, den der Chor in einer Dekade sich angeeignet hatte. Gleichzeitig präsentierten die Sänger die Besonderheiten, die den „Xsangsverein“ auszeichnen.

Es sind ausnahmslos weltliche Lieder, die von mittelalterlichen Kompositionen über Werke aus dem 16. Jahrhundert (so das „Je ne l’ose dire“ von Pierre Certon) bis hin zu Pop-Songs der Gegenwart reichen. Zum anderen zeigte der Chor die Mehrsprachigkeit des musikalischen Profils. Mit mehr als 30 Kompositionen – inklusive der Zugaben – begeisterten die Sänger unter der Leitung des Chorleiters, Christian Janz, ihr Publikum. Dabei standen auf der Bühne – neben dem Chorleiter – auch weitere der Gründungsmitglieder.

Die Aufmerksamkeit der Zuhörer erweckten speziell die reizvollen Arrangements, die der Chorleiter in die Musikstücke eingestreut haben dürfte. Schön erklang Abbas „I have a dream“ oder „Hymn to freedom“, das einzige Stück, das Janz am Klavier begleitete. Zur Aufführung kamen unter anderem: „Only you“ (von Vincent Clark), „Aux Champs-Elysées“ (Mike Wilsh, Mike Deighan), „Tears in heaven“ von Eric Clapton und Georges Gershwins „Somebody loves me“.

Der Chor, der gerne in dezenter weiß-grüner Aufmachung auf die Bühne tritt, den Farben, die auch im Namenslogo erscheinen, hat speziell im zweiten Teil des Konzerts seine Qualitäten bewiesen. Bei „Siyahamba“, einem heiteren Zulu-Lied aus Südafrika, belohnte das Publikum die Darbietung mit hörbaren Jubeläußerungen. Offenbar fühlen sich die Sänger des „Xsangsverein“ sehr wohl bei den ruhigen und lyrischen Liedern. Sie bildeten auch den über 15-minütigen Ausklang des Auftritts. Von den behutsam arrangierten Kompositionen wie dem traditionellen Lied „Abend wird es wieder“, über „Weit, weit weg“ von Hubert von Goisern bis zum finalen Song, „Heast as net“, schien auch das Publikum sich am meisten angesprochen zu fühlen. Den Genuss äußerten manche im Barocksaal durch geschlossene Augen.

Die angesprochene Vielsprachigkeit hat im Chor auch eine praktische Dimension. Zum runden Geburtstag spendierte sich der Chor die Kultur- und Musikreise nach Tschechien inklusive der Begegnung und einem gemeinsamen Auftritt mit dem befreundeten Chor „Na-Hlas“.

Der Chor „Xsangsverein“ probt jeden Dienstag (19.30 bis 21 Uhr) in der Gleisbergschule und sucht derzeit Männerstimmen, speziell die Bässe sind herzlich willkommen.

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Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für Journal LOKAL - die lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Rheinhessen rund um Mainz.