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Facettenreiche Fotografien der Spiegellosen

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Nieder-Olm – Mit ihren experimentellen und genialen Fotografien zeigten drei Mainzer Fotografen in der Ausstellung in der Schmiede Wettig auf staunenswerte Art und Weise, dass es ihnen wichtig ist, das was sie sehen, darzustellen. Die Spiegellosen, wie sie sich nennen, waren mit leichten und kompakten Systemkameras ohne Spiegel für die Fotoausstellung „subjektiv kreativ“ unterwegs. Sie haben sich vor Jahren über eine Fotocommunity kennengelernt.
Die Serie an experimentellen Werken von Michael Kanitz, die auf dem Mainzer Bahnhof oder auf der Großen Bleiche entstand, bedarf der Mehrfachbelichtung, keinesfalls der nachträglichen Bearbeitung. Das Ziel der experimentellen Fotografie ist für ihn nicht die Abbildung der Tatsache, sondern das kreative Ergründen der fotografischen Möglichkeiten mit der Kamera, im Zusammenspiel von Blende, Verschlusszeit und Licht, die Motive in Bewegung zerlegen, Gebäude, Personen, Formen und Farben verwischen. In der minimalistischen Fotografie gilt für ihn der Grundsatz: „Weniger ist mehr“. Seine zweite Serie zeigt den Minimalismus bei „Fassaden“ oder Poststationen. „Die Bildelemente, wie Farbe, Form, Linie und Textur werden auf ein Minimum verringert. Der so entstehende Bildausschnitt, gibt dem Betrachter die Möglichkeit das Bild zu interpretieren. Und ich lasse mich gerne darauf ein, die vielen fotografischen Möglichkeiten bei der Aufnahme und ihrer digitalen Nachbearbeitung zu nutzen.“ Dabei bestimmt das Motiv die Wiedergabe in Farbe oder schwarz/weiß.

Fotoserie von Rudolf Ganz: Wolkenspiel, SMS, Spirale. Foto: Claudia Röhrich

Amateurfotograf Rudolf Ganz zeigt großformatige Leinwanddrucke, wobei das Naturschauspiel am Mittelmeer „Wolkenspiel“ und „der Untergang“ in Venedig hervorstachen. „Meine Motive finde ich oft auf Reisen, aber auch direkt vor der Haustür“, sagte Ganz. In der Nachbearbeitung gibt er dem Bild die von ihm gewollte Wirkung. Drucke im Rahmen und unter Acrylglas hat er ebenso im Angebot.

Die Themen Architektur & Fassade haben es Peter Sikora vor fünf Jahren angetan. Entstanden ist eine Reihe Fotokunst im Rechteckformat, produziert auf Hahnemühle Fine Art Papier. Detailliert ist das Motiv „Fenster 2“, wobei die Vertikale im Bild zu beachten ist. Faszinierend ist ebenfalls Sikoras Rost-Serie, aufgenommen in Mainz und Berlin. Die Kunstwerke sind allesamt verkäuflich sowie für Kunstinteressierte erschwinglich (www.diespiegellosen.de).

Veranstaltet wird die Ausstellung vom Nieder-Olmer Verein „Glockwerks Lichte Kunstprojekte e. V. und ist noch am Samstag, 17. Oktober 2020 und am Sonntag, 18. Oktober 2020 von 13 bis 18 Uhr in der Schmiede Wettig zu sehen.