
LAUBENHEIM – Auf ein gelungenes Jubiläumsjahr blickten die Mitglieder des Laubenheimer Kirchen-Erhaltungsverein (KEV) bei ihrer Jahreshauptversammlung im evangelischen Gemeindezentrum zurück. Der 1. Vorsitzende Friedhelm Kärcher berichtete, dass es auch Dank des enormen Einsatzes und persönlichen Engagements der Organistin Klaudia Berg gelungen sei, rechtzeitig zum Dreifach-Geburtstag Ende Juni die neue Orgel im Kirchlein fertig aufzubauen und einzustimmen.
Bei strahlendem Sommerwetter begingen die Freunde des evangelischen Kirchleins im Rahmen des traditionellen „Treffen am Kirchlein“ 130 Jahre Kirchlein, 120 Jahre Übergabe des Gotteshauses an die Kirchengemeinde und die Geburtsstunde des Erhaltungsvereins vor 40 Jahren den Festgottesdienst mit der Pröpstin von Rheinhessen und dem Nassauer Land, Henriette Crüwell. Unterstützt wurde sie von Pfarrerin Karin Meier.
Kärcher sprach in seinem mit vielen Fotos bestückten Jahresrückblick von einem „phänomenalen Gottesdienst mit bleibendem Echo“. Was den Vorsitzenden besonders freute, war, dass die Veranstaltung zu vier Beitrittserklärungen in den Erhaltungsverein sowie zu zahlreichen Spenden für das Kirchlein im vierstelligen Bereich geführt.

Kärcher bedankte sich bei Kultur- und Weinbotschafterin Claudia Stein, die im Frühjahr regelmäßig die beliebten Führungen am Kirchlein veranstaltet und ihre Einnahmen grundsätzlich dem Erhaltungsverein spendet. Bestens besucht ist laut dem Vorsitzenden auch der inzwischen schon zur Tradition gehörende Abend mit den Mundartisten im evangelischen Gemeindezentrum. Highlight sei diesmal der Besuch von der aus der Fastnacht bekannten Draiserin Hildegard Bachmann gewesen. Daneben beteiligte sich der KEV an verschiedenen Veranstaltungen in Laubenheim. So gab es Wanderungen durch die Gemarkung, einen Besuch im Mainzer Dom und eine Lesung von Claudia Presser und Johannes Kohl anlässlich der 100. Jährung der Erstaufführung von Carl Zuckmayers „Der fröhliche Weinberg“. Und auch das offene Singen sei wieder gut besucht worden, so Kärcher zufrieden.
Er betonte, als Verein habe man nicht nur die Pflicht, sich um die Bausubstanz und Standfestigkeit des Kirchleins zu kümmern, sondern auch jede Veränderung zu beobachten. Hierfür seien die Dekanats-Architektin und ein freier unabhängiger Architekt beauftragt worden. „Dramatisches wurden nicht festgestellt, um aber Veränderungen am Mauerwerk besser erkennen zu können, sollen Gipsmarken auf vorhandenen Rissen helfen.“ Besonderes Lob galt Bernd Siener, „der fachlich und praktisch versiert stets zur Stelle ist, wenn der Fahnenmast klemmt, die Heizung muckt oder die Lampen flimmern“.
Der Kassenbericht, vorgetragen von Vorstandsmitglied Sylvi Gehlhaar, zeigt ein deutliches Plus. So habe der Verein vor allem durch Spenden und Einnahmen einen fünfstelligen Betrag generieren können. Geld, das auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielt. Denn sollte die Idee, alle 15 Mainzer Kirchengemeinden zusammenzuschließen, umgesetzt werden, würde dies laut Kärcher für das kleine Laubenheimer Kirchlein bedeuten, dass es künftig keinerlei Zuwendungen mehr für Bauunterhaltung oder Bewirtschaftung seitens der Landeskirche gibt. Alle Kosten müssten dann vom Verein getragen werden.
kga

























