
GONSENHEIM – „De Kram klappt“ ist nicht nur der Schlachtruf der Füsiliergarde Gonsenheim, denn hier ist nomen omen. Ein schon lange ausverkaufter Saal in der TGM-Turnhalle, hochkarätige Künstler, tolle Stimmung und dazu noch ein leckeres Frühstück: Die Füsiliergarde ist Garant für das Komplettpaket.
Der Moderne Musikzug der Füsiliergarde unter Leitung von Friedhelm Jungbluth eröffnete musikalisch den närrischen Reigen. Nach der Begrüßung durch Vereinspräsident Dr. Oliver Kohl übernahmen Thomas Becker und Frank Brunswig in der Rolle der Almerindos die Moderation der Sitzung, jede Menge Zusatzgags inklusive.

Pfarrer Daniel Kretsch zielte in seinem Protokoll seine Spitzen zunächst auf kommunaler Ebene auf die Verantwortlichen für die Kürzung des Rosenmontagszugs, bevor er die Baustellen in der Stadt ins Visier nahm: „Ist die Baustelle vorbei, entstehen gleich drei neue, da hält die Stadt sich mal die Treue“. Dass die katholische Kirche von der AfD als links eingestuft wird, findet der Priester ziemlich absurd. Er zitierte Ex-Kanzler Helmut Schmidt, der einmal gesagt hatte, dass sich der Charakter beim Umgang mit den Schwächsten zeige.
„Der Zeitungsleser“ alias Rudi Lucas ist entsetzt über die Verlegung des Marktfrühstücks und noch mehr über die ursprünglich geplante Namensänderung in „Woifrühstück“. Nun fürchtet er eine Änderung in „Önologisches Open-Air-Event mit Blick uff die Dixie-Häusjer“.
Die Almerindos agierten nicht nur als Moderatoren, sondern hatten auch einen eigenen Vortrag. Nach der Feststellung, das sei alles nicht mehr ihre Fastnacht, beschlossen sie, in den Untergrund zu gehen, „aber nicht nach Mombach“, wie Frank Brunswig feststellte. Frank forderte schönere Zugplakettcher, während Thomas endlich einen schlanken Sitzungspräsidenten bei den Eiskalten Brüdern einforderte.
Ein in allen Facetten gelungenen Vortrag präsentierte Dr. Florian Sitte in der Rolle des Tills. Er konstatierte, dass Kanzler Friedrich Merz nicht ins Fettnäpfchen tritt, sondern in die ganze Fritteuse.
Trump würde er anstatt Grönland Legoland, Lummerland, Saarland oder Gauland anbieten. Auch warnte der Till vor illegaler Immigration, denn Trumps Opa ist damals illegal aus der Pfalz immigriert und daran erkennt man, was aus illegaler Immigration im schlimmsten Fall entstehen kann.
Marcus Schwalbach war mit seinem Freund Knerzje beim Casting der Hofsänger. Knerzje hat ungefähr so viel Talent wie ein Wiesbadener Humor und kennt das hohe C nur in Verbindung mit Wodka. Nachdem die Kammersänger Johannes Bersch und Sebastian Kraus erfuhren, dass laut einer Studie der Universität Mainz so manches musikalische Werk einen völlig anderen Verlauf genommen hätte, wenn der Interpret aus Mainz gekommen wäre, schrieben die Kammersänger einige Werke um, die sie nun präsentierten.

In seinem Gesangsvortrag als „Ignaz“ klagte Markus Schönberg sein Leid über die Veränderungen beim Marktfrühstück und lamentierte musikalisch: „Wann is des Frühstück wieder richtig, so richtig wie es früher einmal war…“.
Marvin Hollederer, inzwischen bekannt als „Hollebutz“, sorgte dafür, dass die ohnehin sehr gute Stimmung im Saal nochmals stieg mit drei seiner Lieder, wobei die Hymne für die Kultkneipe von Helga Nass, der Hit mit dem er Anfang des Jahres den SSC gewann (wir berichteten), das Stimmungsbarometer zum Anschlag brachte und für so manchen Ohrwurm sorgte: „Geh mer widder bei die Helga, do sin mehr schnell da…“.
Keine kleinere Portion Stimmung brachten „Die Rheinschiffer“ mit von Bord. Die Amigos del Sol sind immer ein Garant für gute Laune im Saal. Das gesangliche Highlight von Laura Müller war kaum zu übertreffen und bot einen besonderen Moment.
Die Kinder vom Majoretten-Ballett zeigten mit viel Enthusiasmus, was Sonja Bröhl und Ina Weckop ihnen beigebracht hatten. Auch das Kinder- und Jugendballett der Garde unter Leitung von Nadine Torricelli und Alexandra Kiefer präsentierte die getanzte Fastnacht ebenso wie das Gardeballett mit seinen Trainerinnen Carolin Krawietz und Thurid Schäfer.
Elke Fauck























