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Landkreis, Stadt und Verein sichern Zukunft des MütZe Familienarbeit >>>Tragfähige Lösung für Kita und Jugendhilfeangebote in Ober-Ingelheim

Landrat Thomas Barth, Christina Centonze-Lukas, Manuela Speth und Christin Klesy vom MütZe-Vorstand sowie die Ingelheimer Bürgermeisterin Eveline Breyer (von links). Foto: Kreisverwaltung Mainz-Bingen / Bardo Faust

INGELHEIM – Eine Vereinbarung sichert den Fortbestand der Kindertagesstätte und der weiteren Angebote des Mütter- und Familienzentrums (MütZe) im Stadtteil Ober-Ingelheim langfristig. Das teilte die Kreisverwaltung Mainz-Bingen mit, die die Lösung gemeinsam mit der Stadt Ingelheim und dem Familienzentrum erarbeitet hat.

Die Vereinbarung beruht auf zwei zentralen Punkten. Der Landkreis beteiligt sich an der Finanzierung der Kindertagesstätte mit einhundert Prozent der anerkannten Personalkosten sowie einem pauschalen Zuschlag von elf Prozent für Sach- und Gemeinkosten. Grundlage ist ein entsprechender Beschluss des Kreistages vom vergangenen Dezember. Zudem einigten sich das Jugendamt und der Vereinsvorstand auf eine neue Entgelt- und Leistungsvereinbarung für die Tagesgruppe „Bunte Insel“, die seit dem 1. Januar 2026 gilt und eine auskömmliche Finanzierung sicherstellt.

Das spezielle Tagesgruppenangebot zur Hausaufgaben- und Nachmittagsbetreuung richtet sich an Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörungen, weiteren Besonderheiten der Neurodivergenz sowie an Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen und verhaltensoriginelle Kinder.

Das MütZe vereint seit vielen Jahren Angebote der frühkindlichen Bildung, Jugendhilfe, Prävention und Familienberatung unter einem Dach. Die Einrichtung im Stadtteil Ober-Ingelheim übernimmt eine wichtige soziale Funktion, die weit über die Stadtgrenzen hinausreicht. Die enge Verzahnung der Angebote gilt im Landkreis als Besonderheit und wird zunehmend als Beispiel sozialraumorientierter Familienarbeit wahrgenommen. Ziel bleibt es, Familien frühzeitig zu begleiten und verlässliche Unterstützung anzubieten, heißt es.

Landrat Thomas Barth (CDU) bezeichnete die Klärung der Situation als Priorität seit seinem Amtsantritt. „Das soziale Angebot in Ober-Ingelheim ist sowohl für die Stadt Ingelheim als auch für viele Bürgerinnen und Bürger aus anderen Kommunen des Landkreises immens wichtig.“ Die nun erzielte Lösung sei das Ergebnis intensiver und lösungsorientierter Gespräche und ein gemeinsamer Schritt im Interesse von Kindern und Familien.

Für den MütZe-Vorstand erklärten Manuela Speth, Christina Centonze-Lukas und Christin Klesy: „Die vergangenen Monate haben gezeigt, wie wichtig die Rückendeckung aus der Verwaltung und die fachliche Anerkennung für unsere Arbeit sind. Daneben waren alle Beteiligten bereit, auch neue Wege zu gehen.“

Trotz einer schwierigen Ausgangslage sei es gelungen, tragfähige Perspektiven für eine langfristige Sicherung und Weiterentwicklung der Arbeit zu schaffen. „Unsere Stärke liegt darin, Familien frühzeitig zu begleiten, Übergänge zu gestalten und Belastungen abzufangen, bevor sie entstehen und größer werden“, so der Vorstand weiter.

Besonders hervorgehoben wurde die Unterstützung der Stadt Ingelheim, die sich frühzeitig und kontinuierlich für den Erhalt des Vereins eingesetzt hat. Auch die Stadt habe den Prozess eng begleitet. „Dabei ging es uns sowohl um eine langfristige Perspektive des Vereins als auch um den Erhalt wichtiger Angebote im Stadtteil Ober-Ingelheim“, sagte Bürgermeisterin Eveline Breyer (CDU). Nach dem Finanzierungsangebot des Landkreises wurde eine Übernahme der Kindertagesstätte durch die Stadt zum 1. August 2025 nicht mehr erforderlich. Eine befristete Übergangslösung verschaffte dem Verein die notwendige Planungssicherheit.

red

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