GAU-BISCHOFSHEIM – Auf die Liebhaber der Orgelmusik und Klarinette wartet im März ein ästhetisches Vergnügen. „Mit unseren Künstlern suchen wir immer wieder nach neuen Impulsen oder Themen, um Dopplungen in den präsentierten Werken so weit als möglich zu vermeiden und der historischen Orgel – der ältesten Orgel in Rheinland-Pfalz – ein ums andere Mal neue Klangfacetten zu entlocken“, sagt der Vorsitzende des örtlichen Fördervereins Geissel-Orgel, Karl-Ludwig Göth.
Dies scheint für das anstehende Konzert in der Kirche St. Petrus in Ketten in Gau-Bischofsheim in besonderem Maße gelungen, findet er. „Orgel und Klarinette ist eine außergewöhnliche Instrumentenkombination, für die es kaum Originalliteratur gibt.“ Die Brüder Christian und Daniel Wolf haben deshalb passende Werke aus Renaissance bis Neuzeit für ihre Zwecke bearbeitet und präsentieren ihre Programme bei Festivals und Konzertreihen in ganz Deutschland.
An dem Abend stehen unter anderem die Sonate in a-Moll des bedeutenden Barockkomponisten Georg Friedrich Händel neben dem Abendlied des Lichtensteiner Romantikers Josef Gabriel Rheinberger und melancholischen Stücken des Renaissancekomponisten John Dowland auf dem Programm. Gespannt dürfen die Besucher auch auf die Solo- Improvisationen der beiden Künstler sein und auf den Reigen von bekannter Klezmer-Musik.
Zu den Künstlern: Christian Wolf studierte Klarinette an der Musikhochschule Köln bei Franz Klein und Armin Ziegler. Jazzseminare beispielsweise bei Manfred Schoof erweiterten das Spektrum seiner musikalischen Möglichkeiten. Seit 2001 rege Konzerttätigkeit im Duo mit Orgel oder Gitarre.
Daniel Wolf studierte Orgel in Mainz unter anderem bei Gerhard Gnann und Egidius Doll. Er besuchte außerdem Meisterkurse bei Harald Vogel und Guy Bovet. Seit 2001 ist er Lehrbeauftragter am Institut für Kirchenmusik in Mainz und gibt Konzerte gemeinsam mit dem Klarinettisten Christian Wolf.
Das Frühjahrskonzert der „Gau-Bischofsheimer Orgelkonzerte“ findet regelmäßig am 4. Fastensonntag statt. Hintergrund: Dieser Sonntag nennen die Kirchen „Laetare“, was mit dem Aufruf „Freue Dich“ übersetzt werden kann. Der Förderverein Geissel-Orgel, der die Konzerte organisiert, nutzt die freudige Aufforderung, sich in der vorösterlichen Zeit vom Passionsgedanken zu lösen und eine breite Musikauswahl zuzulassen.
Der Eintritt für die Darbietung am 30. März, 18 Uhr, ist frei. Es wird um eine Spende gebeten.