
GONSENHEIM – Der erfolgreiche Song Contest des Gonsenheimer Carneval Vereins (GCV), der STEHUNGvision Song Contest (SSC), bei dem der beliebteste Fastnachtssong der Kampagne mit dem „Goldenen Steher“ geehrt wird, ging in diesem Jahr in die fünfte Runde. Den Sieg im Mainzer KUZ sicherte sich der Newcomer „Hollebutz“ alias Marvin Hollederer, der für Mainz-Kostheim antrat.

Zum ersten Mal wurde die Reihenfolge der Startnummern ausgelost. Ein weiteres Novum in der Geschichte des SSC war die Beteiligung einer Fachjury, die zu 25 Prozent in die Wertung eingebunden war. Die Jury bestand aus Oberbürgermeister Nino Haase, dem Kapitän der Mainzer Hofsänger, Vinzent Grimmel, Meenzer Content-Creatorin Anja (bekannt als „frustrierte Alte“) und dem bekannten Creator, DJ und Co-Host des Kaiser-Talk, Philipp Bommersheim. Die anderen 75 Prozent der Gesamtwertung oblagen dem Publikum im Saal sowie zu Hause im Stream. Durch das Programm führten Teresa Betz und Programmchef Thomas Becker.
„Hollebutz“ alias Marvin Hollederer, der den „Goldenen Steher“ auf die rechte Rheinseite brachte, war der Sieger des Abends. Der Newcomer trat mit seiner Band für Mainz-Kostheim an. Mit dem Siegertitel „Geh’n mer wieder bei die Helga, da sin mer schnell da, hinterm Bahnhof gibt’s en Schobbe“ hat er Helga Nass und ihre Kultkneipe in der Mombacher Straße hochleben lassen. Bei dem Auftritt war eine Theke auf der Bühne aufgebaut, an der die Kultwirtin höchstpersönlich stand. Den Sieg konnten beide nicht fassen und strahlten den Rest des Abends vor Glück.

Die Vorjahressieger „Handkäs un sei Mussig“ schafften es mit ihrem aktuellen Song „Mona Lisa“ nicht unter die ersten Fünf für Drais, während die Bockius-Brüder, die mit Hey, was babbelst du so schee“ mit Tanzunterstützung der „Schobbehopper“ wieder für Mombach antraten und auf Platz zwei landeten.
So unwirklich es auch klingen mag: Der GCV-Chor „Die Schnorreswackler“ trat beim SSC für Finthen an. Backstage war zu hören, dass alle Schnorreswackler zuvor das unbekannte Bergdorf besichtigt hatten und begeistert waren. Seither ihr Motto: „Ein Herz für Finther“. Da passte der Songtitel „Lichter meiner Stadt“ optimal dazu.
Wenn der Gonsenheimer Ausrichter des Wettbewerbs schon für Finthen singt, wer setzt sich denn dann für Gonsenheim ein? „Die Eisbären“, die bei den Eiskalten Brüdern angesiedelt sind, haben als Newcomer am SSC-Himmel ihrem Stadtteil einen dritten Platz mit dem Ohrwurm „Ich bin verliebt in einen Eisbär“ eingebracht.

Den vierten Platz holten die Kammersänger (Johannes Bersch und Sebastian Kraus) mit „Du trägst en Schwellkopp“ nach Bischofsheim, gefolgt vom fünften Platz für Hechtsheim, den Laura Heinz mit „Meenzer Mädcher sind alles“ ersang.
Die Spaßmacher Company, die als Familienband seit mehr als 40 Jahren unterwegs ist und die Fastnacht generationsübergreifend bereichert, sang für Ebersheim mit „Mainz, unsere Stadt“ eine Hommage an die Fastnachtsmetropole. Mit „Mainz allez“ wollten die „Amigos del Sol“ Marienborn zum Ziel führen. Auch „Die Moritze“ für die Altstadt und „Voll auf die 11“ für Hartenberg-Münchfeld hatten stimmungsvolle Beiträge. Ebenfalls mit am Start waren „Benedict und Maxi“ von der Meenzer Altstadtdisco für Kastel, Lea Hieronymus für die Oberstadt und die Mainzer Hip-Hop-Band „Grundfunk“, die ihr Debüt für Bretzenheim gab.

Ein weiterer „Goldener Steher“ ging an den Fastnachtschor, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiert. Die Mainzer Hofsänger bedankten sich mit ihrem Jubiläumslied und einigen Evergreens aus ihrem Repertoire.
Wie schon in den vergangenen Jahren waren nicht nur die Tickets für die Veranstaltung im KUZ heiß begehrt, zahlreiche Zuschauer verfolgten das Spektakel auch zu Hause via Livestream, gaben ebenfalls ihre Stimmen ab und fieberten mit.
Elke Fauck

























