NEUSTADT – Mainz blickt auf eine 2000-jährige Geschichte zurück. Diese Vergangenheit sichtbar zu machen ist Ziel der Konzeption „Historisches Mainz“. In dieser Reihe werden seit vielen Jahren an geschichtlich bedeutsamen und kulturhistorisch wertvollen Bauten, Denkmälern und Orten Hinweistafeln angebracht – jetzt auch an der Neuen Synagoge in der Neustadt, die vor zehn Jahren ihrer Bestimmung übergeben wurde.
Dazu OB Michael Ebling: „Mit der Einweihung der Neuen Synagoge am 3. September 2010 ging für die Landeshauptstadt Mainz ein Traum in Erfüllung. 98 Jahre nach der Einweihung der Hauptsynagoge in Mainz am 3. September 1912 und rund 70 Jahre nach ihrer Zerstörung durch die Nationalsozialisten erhielt die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt wieder ein kraftvolles Zeichen für lebendige jüdische Kultur in unserer Mitte.“
Anna Kischner, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Mainz, ergänzt: „Ich freue mich über die Stele, die der jüdischen Geschichte und insbesondere unserer Neuen Synagoge gewidmet ist. Das Interesse der Menschen an der Neuen Synagoge nach der Eröffnung vor zehn Jahren war überwältigend. Seither haben wir in unserem Veranstaltungssaal viele gut besuchte Konzerte angeboten. Der Synagogenplatz ist ein bekannter und beliebter Ort geworden und wird nun durch die Stele aus der Reihe Historisches Mainz bereichert.“