Start Gesellschaft 25 Jahre Stadtteiltreff in Gonsenheim Große Jubiläumsfeier mit vielen Ehrengästen

25 Jahre Stadtteiltreff in Gonsenheim Große Jubiläumsfeier mit vielen Ehrengästen

Der Elsa-Chor gab ein breites Repertoire an Liedern zum Besten und wurde dabei musikalisch von Chorleiter Stephan Hesping begleitet. Foto: Mandy Kramer

GONSENHEIM – Zur großen Jubiläumsfeier anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Stadtteiltreffs Gonsenheim gratulierten viele Gäste. Den Anfang machten die Kinder der Kita „Am Großen Sand”, welche das allseits bekannte Lied „Happy Birthday” auf verschiedenen Sprachen sangen. Sonja Gotthardt, Leiterin der Kindertagesstätte, erläuterte zudem die enge Verbindung zwischen Kita und Stadtteiltreff und überreichte mit Kolleginnen und Kindern eine selbst gebastelte Geburtstagskrone.

Im Anschluss gab der Elsa-Chor sein Können zum Besten. Unter der musikalischen Begleitung des Sozialpädagogen und Chorleiters Stephan Hesping beeindruckten die Sängerinnen und Sängern mit Liedern wie „In Dreams” von Roy Orbison und „Westerland” von den Ärzten sowie dem „Earth Song” von Michael Jackson. Der seit 2007 bestehende Chor überzeugte das Publikum zudem mit seiner Elsa-Hymne. „Die zarteste Versuchung, seitdem es Hochhäuser gibt”, lautet eine der humorvollen Liedzeilen, welche die Liebe zum größten Wohnkomplex in Rheinland-Pfalz beschreibt. Das musikalische Programm beinhaltete darüber hinaus Darbietungen von „Avesta” und „Elvis von Gunsenum” sowie auch von der ukrainischen Familie „Early Bird Family Band”. Die Kinder freuten sich insbesondere über den Auftritt des berühmten Magiers Henri Hainz sowie über die Aufführung einer ukrainischen Theatergruppe, die sich neuerdings im Stadtteiltreff zur Probe trifft.

Das Team des Stadtteiltreffs stellte sich vor. Foto. Mandy Kramer

Anlässlich des Jubiläums spendete die AWO Gonsenheim 1000 Euro an den Stadtteiltreff und Magnus Schneider von der Lotto-Stiftung überreichte einen Scheck über 7500 Euro. Das Team des Stadteiltreffs zeigte sich bei einem Rückblick auf die vergangenen 25 Jahre sehr erfreut. „Es ist großartig, was wir geschaffen haben”, so Colette Smeraldy. Der Stadtteiltreff habe in der Vergangenheit einen schlechten Ruf gehabt; über die Wohnsiedlung sei in der Presse häufig negativ berichtet worden. „Doch heute wollen die Leute hier hinziehen.” Ein großer Dank galt allen Sponsoren sowie auch den anwesenden politischen Vertretern. Oberbürgermeister Nino Haase (parteilos) bekundete seine Bewunderung über das, „was hier aufgebaut wurde”. Der Stadtteiltreff habe für Menschen aus aller Welt eine Heimat geschaffen. „Ohne das Ehrenamt hätte man die Herausforderungen der Pandemie nicht schaffen können”, betonte Haase. Ortsvorsteherin Sabine Flegel (CDU) gratulierte ebenfalls und betonte, dass im Stadtteiltreff alle Kulturen mitgenommen würden. Zudem richtete Sozialdezernent Dr. Eckart Lensch (SPD) anerkennende Worte an das Team des Stadtteiltreffs Gonsenheim.

Sozialdezernent Dr. Eckart Lensch, Oberbürgermeister Nino Haase und Ortsvorsteherin Sabine Flegel beantworteten die Fragen von Elisabeth Lissen, hauptamtliche Mitarbeiterin des Stadtteiltreffs. Foto: Mandy Kramer

Im Rahmen einer kleinen Fragerunde, moderiert von Elisabeth Lissen, erläuterten die drei Ehrengäste darüber hinaus ihre Ansichten zu verschiedenen Themen. „Warum ist Gemeinwesenarbeit für Sie wichtig?; Welche Meinung haben Sie zu Angeboten für Väter?; Wer war Ihr Held aus Kindertagen?; Und wie würde Ihr Fantasiehochhaus aussehen?”, wollte Lissen wissen. Die letzte Frage richtete sich an alle drei Ehrengäste zugleich: „Welches neue Angebot würden Sie im Stadtteiltreff integrieren?” Sozialdezernent Lensch würde einen Erzählkreis mit „Geschichten von Dingen, die es nicht gibt” etablieren. Oberbürgermeister Haase erläuterte, dass ein Workshop zum Austausch zwischen verschiedenen Generationen interessant sei sowie auch Angebote zum Ausprobieren neuer Hobbys. „Da fällt es schwer, noch einen draufzusetzen“, hieß es von Ortsvorsteherin Flegel. Eine offene Sprechstunde für Kinder und Jugendliche sei jedoch eine weitere Überlegung für ein neues Angebot im Stadtteiltreff Gonsenheim.

Autorin: Mandy Kramer

Vorheriger Artikel„Es war einmal…”
Nächster Artikel„25 Jahre Engagement und Mitmenschlichkeit”
Avatar-Foto
Als zugezogene Mainzerin schreibe ich seit Juni 2021 für Journal LOKAL - die lokale Zeitung und berichte größtenteils aus den Stadtteilen Gonsenheim und Finthen. Darüber hinaus mache ich auch gerne journalistische Abstecher in andere Mainzer Stadtteile, wie z.B. nach Drais, Mombach, Marienborn, Lerchenberg und in die Neustadt. Meine Themengebiete sind sehr vielfältig; ich berichte jedoch besonders gerne über naturverbundene Themen sowie über Kunst und Kultur. Neben meinem Studium der sozialen Arbeit verbringe ich meine Freizeit am liebsten in den Mainzer Naherholungsgebieten.