Start Gesellschaft Förderverein plant Fährbetrieb am Kühkopf Genehmigungen laufen - Kapitäne gesucht

Förderverein plant Fährbetrieb am Kühkopf Genehmigungen laufen - Kapitäne gesucht

Der Förderverein arbeitet daran, die Verbindung von Guntersblum zur Insel Kühkopf mit einer neu erworbenen Fähre zurückzubringen. Screenshott vom Info-Flyer des Fördervereins

GUNTERSBLUM – Nach dem endgültigen Abschied vom ursprünglichen Leuchtturmprojekt einer Elektrofähre setzt der Förderverein Kühkopffähre neue, realistische Ziele: Mit einer gebrauchten Fähre soll wieder eine direkte Verbindung zwischen Guntersblum und der Insel Kühkopf geschaffen werden – als attraktives Naherholungsangebot für Ausflügler, Radfahrer und Naturfreunde.

Die neu erworbene Fähre – ein spritziges, wendiges Boot mit Platz für zwölf Fahrgäste samt Fahrrädern – wird Ende Juli oder Anfang August im Oppenheimer Hafen eintreffen. Voraussetzung für die Wiederaufnahme des Fährbetriebs ist die bauliche Ertüchtigung und Abnahme der NATO-Rampen an beiden Uferseiten. Zudem laufen derzeit die Genehmigungsverfahren bei der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt.

Das Ausflugsangebot unter dem Titel „Ihr Ausflug – Ihre Erholung – Ihr Naturerlebnis“ soll ab der kommenden Saison (Mai bis Oktober) jeweils samstags, sonntags und an Feiertagen stattfinden. Geplant sind bis zu drei Überfahrten pro Stunde zwischen 10 und 18 Uhr – insgesamt rund 60 Fährtage pro Jahr.

Die Fahrpreise werden moderat kalkuliert: Erwachsene zahlen etwa 3,50 Euro, für Fahrräder sind 2,50 Euro vorgesehen. Auch Familien- und Mehrfachkarten sind in Planung. Der Förderverein rechnet mit rund 3.600 Fahrgästen jährlich.

Finanziert wird das Projekt durch ein solides Finanzierungskonzept mit hohem Eigenanteil. Der wirtschaftliche Betrieb wird durch ein Steuerbüro begleitet. Für den Betrieb werden noch ehrenamtliche Fährkapitäne gesucht, die an Wochenenden in den Sommermonaten Lust haben, die Gäste sicher über den Rhein zu bringen.

Der barrierefreie Zugang zur Fähre erfolgt über eine elektrohydraulische Bugklappe, die an beliebiger Stelle an der Rampe arretiert werden kann. Außerhalb der Betriebszeiten soll das Fährboot im Hafen Oppenheim oder perspektivisch an einem neu zu errichtenden Anleger in Guntersblum, in Verbindung mit dem zukünftigen Feuerwehranleger, stationiert werden.

red