
FINTHEN – Die Rohbauarbeiten für die Schulgebäude, die Mensa und die Sporthalle der neuen Finther Grundschule in der Layenhofstraße sind bereits weitgehend abgeschlossen. Das wurde nun bei einem Presserundgang mit Baudezernentin Marianne Grosse, der neuen Schuldezernentin Jana Schmöller, Ortsvorsteher Manfred Mahle (alle SPD), den zuständigen Architekten und Experten der Bauverwaltung sowie Vertretern des Finther Heimat- und Geschichtsvereins (HGV) auf der Baustelle der Peter-Härtling-Schule deutlich. „Wir wollen zeigen, dass dieses Projekt voll im Zeitplan liegt“, sagte Grosse zu Beginn.

Die Baustelle werde nun auf die Montage des Daches und auf den Innenausbau vorbereitet. „Ende August werden die Materialien für den Dachausbau geliefert“, betonte Grosse. Fenster und Fassaden werden dann gegen Ende des Jahres montiert. „Es wird auch einen Kanalausbau geben.“ Zur guten Zwischenbilanz gehöre auch, dass die zehn Bäume, die vom Schulgelände an die Römerquelle verpflanzt wurden, gut angewachsen sind. „Die zehn Bäume gedeihen spitzenmäßig“, versicherte Grosse. 30 Bäume mussten leider gefällt werden (wir berichteten). Die Spielgeräte vom Interimsstandort der Schule in der Uhlerbornstraße werden dann auf dem neuen Außengelände wiederverwertet. Und die neue Zeitkapsel des Schulgebäudes wurde bereits gesichert.
„Das war eine harte Übergangszeit“, betonte die neue Schuldezernentin Jana Schmöller, die der Schulleitung und den Lehrkräften für die Unterstützung dankte. Die Erst- und Zweitklässler sind seit Januar 2024 in der alten Lambertschule, die Dritt- und Viertklässler am Containerstandort in der Uhlerbornstraße untergebracht. Zu Beginn des Schuljahres 2027/2028 soll dann der Umzug in den Neubau erfolgen. „Alle freuen sich darauf, dann wieder zusammen lernen zu dürfen“, sagte Schmöller. Die neue Mensa sei ein Vorzeigeprojekt für den Ganztagsbereich.

„Es hat bis jetzt alles sehr gut geklappt“, bekräftigte Ortsvorsteher Manfred Mahle. „Es wird ein tolles neues Schulgebäude werden.“ Wichtig sei, dass viele junge Bäume gepflanzt werden bei wenig Versiegelung. Besonders im Fokus stehe die neue Zweifeldhalle: auch bei den Finther Vereinen, die diese dann mitnutzen.
„Alle Außenwände werden nachhaltig aus Holz konstruiert“, informierte Tobias von Pastau vom Architektenbüro mz³. Innen dominiere die Farbe Gelb als Leitfarbe. Es handele sich um ein Clusterschulkonzept mit fünf plus einem Klassenraum pro Jahrgangsstufe. „Wir kriegen viel Licht rein“, versicherte von Pastau. Im Energiestandard weit vorne seien die begrünten Dächer mit Fotovoltaikanlage und die Drosselung von Regenwasser zur Einleitung ins Kanalsystem. Die Kosten für den Schulneubau inklusive neuer Turnhalle und neuer Mensa im Schichtbetrieb betragen voraussichtlich rund 35 Millionen Euro.
Das Schlusswort hatte Baudezernentin Marianne Grosse: „Das neue Schulgelände wird den Stadtteil und den Schulstandort Finthen enorm aufwerten.“
Oliver Gehrig