
HECHTSHEIM – Die drei Teilprojekte des geplanten Mainzer Straßenbahnausbaus waren nun Thema im Hechtsheimer Ortsbeirat. Christian Jakobs, Gesamtprojektleiter Straßenbahnausbau bei der MVG, informierte das Gremium insbesondere über die geplante Anbindung des Heiligkreuzviertels und den möglichen Hechtsheimer Straßenbahnausbau.
Zu Beginn informierte Jakobs über das Mandat des Mainzer Stadtrats zur Anbindung des Heiligkreuzviertels und auch von Hechtsheim Ost, und zwar nicht über das Gautor, sondern über die Unikliniken. Das Teilprojekt 3 umfasst den Mainzer Großberg und die Hechtsheimer Frankenhöhe. „Wir haben den großen Wunsch, bis in die Frankenhöhe vorzustoßen, um Busleistungen einzusparen“, betonte Jakobs. Der Bereich an den Frankengräbern sei für das Wenden der Straßenbahn ungeeignet. Besser geeignet sei der Weg über Bodenheimer Straße und Am Kühborn zur Straße „Zur Laubenheimer Höhe“. Insgesamt werden 21 Kilometer mögliche Straßenbahntrasse untersucht, erläuterte Jakobs. Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, sich online oder persönlich bei der „Dialogbox“ auf dem Münsterplatz montags, mittwochs und freitags mit ihren Anregungen und Ideen einzubringen.
Der Ortsbeirat hatte eine Reihe von Fragen. „Wir realistisch ist die Anbindung der Frankenhöhe?“, wollte Klaus Euteneuer (SPD) wissen. „Es ist realistisch“, antwortete Jakobs. Das sei abhängig von der Nutzen-Kosten-Untersuchung. Der Bund zahle 75 Prozent der förderfähigen Infrastrukturkosten, die Stadt steuere weitere zehn Prozent bei. In der Planung würden zehn Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst, so Jakobs weiter. „Wann werden Sie feststellen, ob der Kosten-Nutzen-Effekt sinnvoll ist?“, hakte Kai Schütz (ÖDP) nach. „Bevor es in den Stadtrat geht“, antwortete Jakobs. Die Nutzen-Kosten-Untersuchung erfolge über Gutachter. Es gebe aller Voraussicht nach keine Straßenbahnlinie, die sowohl Weisenau als auch Hechtsheim anschließt, informierte Jakobs weiter. „Wahrscheinlicher ist, dass ein Ast nach Weisenau und ein Ast nach Hechtsheim führt. Beide Strecken zusammen betragen rund acht Kilometer.“
Ursula Groden-Kranich (CDU) gab für die Planungen zu bedenken, dass ein weiteres Hechtsheimer Neubaugebiet nicht ausgeschlossen sei. Auf Nachfrage von Klaus Euteneuer (SPD) teilte Jakobs weiter mit, dass der geplante Ausbau des Hechtsheimer Wendehammers am Bürgerhaus voraussichtlich im Frühjahr 2026 erfolge.
Die finale Frage zu den geplanten neuen Strecken stellte Benedikt Beer (Grüne): „Wann fahren die ersten Straßenbahnen?“ Dazu konnte Jakobs keine konkreten Daten nennen. „Die Planfeststellung liegt nicht in unserer eigenen Hand.“
Oliver Gehrig






















