
MOMBACH – Das Schulareal am Eingang zur Lemmchenschule erhielt im Rahmen einer bundesweiten Untersuchung zur Schulwegsicherheit eine gute Bewertung (Journal LOKAL berichtete). Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat untersuchte die Schulumfelder gemeinsam mit dem ACE Auto Club Europa. Während Rheinland-Pfalz bei der Infrastruktur insgesamt nur 7,7 von 14 möglichen Punkten erreichte, kam die Lemmchenschule in Mainz-Mombach auf 11 Punkte. Damit zählt sie zu den sichersten Standorten im Land. Ausschlaggebend waren unter anderem die vorhandene Infrastruktur und die systematische Betrachtung des Schulumfelds, die in Mainz bereits seit mehreren Jahren erfolgt.
Im Stadtteil Mombach verschafften sich Verkehrsministerin Katrin Eder (Grüne) und die Mainzer Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) bei einer Begehung vor Ort ein Bild von der Situation. Die Ministerin nahm den Termin im Rahmen ihres aktuellen Wahlkampfs als Spitzenkandidatin der Grünen wahr. Ziel des Rundgangs war es, Stärken sichtbar zu machen und zugleich bestehende Defizite zu benennen, insbesondere mit Blick auf sichere Querungsmöglichkeiten für Fußgängerinnen und Fußgänger. Denn die Untersuchung zeigte auch Defizite beim Bringverkehr auf.
„In Mainz wurden die Schulumfelder der Grundschulen bereits in der Vergangenheit systematisch erfasst. Jetzt geht es darum, die Stadtteile weiter in den Blick zu nehmen und dafür zu sorgen, dass Kinder, mobilitätseingeschränkte Menschen oder auch andere Fußgängerinnen und Fußgänger die Straßen gut überqueren können“, erläutert Eder. Laut Steinkrüger sei die Verwaltung aber „natürlich stolz, dass uns der Deutsche Verkehrssicherheitsrat und der Auto Club Europa eine gute Infrastruktur an der Lemmchenschule bescheinigen“.
In den Fokus rückten bei der Begehung abgesenkte oder nicht abgesenkte Bordsteine sowie Gefahren durch Autos, die auf Gehwegen parkten und dadurch die Sicht in die Straße erschwerten. Nicht zuletzt wurde die sichere Überquerung der Hauptstraße thematisiert.
Nach Darstellung der Verkehrsdezernentin hatte die Verwaltung nach zahlreichen Anregungen von Eltern den Standpunkt, die Hauptstraße sei an allen Stellen gut zu überqueren, überdacht. Steinkrüger: „Die parkenden Fahrzeuge sind immer größer geworden, Kinder können den Straßenraum so nicht gut einsehen. Aus diesem Grund habe ich in den Haushalt der Stadt Geld für einen Zebrastreifen mit Beleuchtung auf der Hauptstraße eingestellt und gehe davon aus, dass er im Verlauf 2026 gebaut werden wird.“
Der Wunsch nach einem Zebrastreifen beschäftigte wiederholt auch den Ortsbeirat in Mombach. Zum Hintergrund: Die Hauptstraße wird seit Jahren durch Konzepte und Maßnahmen moderiert. Dazu gehörte unter anderem eine Sanierung zur Aufwertung des Straßenraums, aber auch Schritte zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, wie die abschnittsweise eingeführte Tempo-20-Zone.
Auf Landesebene verfolgt die Verkehrsministerin das Ziel, Kommunen stärker bei der Schulwegsicherheit zu unterstützen. Vorgesehen ist ein landesweites Schulwegekataster, mit dem Gemeinden ihre Schulwege systematisch erfassen können. Ergänzend sollen Schulmobilitätspläne für den Fuß- und Radverkehr verpflichtend eingeführt werden. Fußverkehrschecks sollen landesweit angeboten und Kinder systematisch beteiligt werden. Zudem ist geplant, Schulstraßen und Schulzonen nach einheitlichen Regeln zu erleichtern.
red
























