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Geballte Narren-Power statt Schnee- und Graupelschauer Straßenfastnacht >>>122. Mainzer Rosenmontagszug schlängelte sich mit 121 Zugnummern durch die City

Vorneweg marschierte die Mainzer Rittergilde. Foto: Oliver Gehrig

MAINZ – Schnee- und Graupelschauer in der Nacht zuvor, strahlender Sonnenschein dagegen an Rosenmontag: Bei bestem Fastnachtswetter ging trotz aller vorheriger Unkenrufe der 122. Mainzer Rosenmontagszug in der Innenstadt über die Bühne. Und es zeigte sich wieder einmal: Gott Jokus muss ein Meenzer sein.

Der Mottowagen hatte die Mainzer Hofsänger als Thema. Foto: Oliver Gehrig

Der Rosenmontagszug stand in diesem Jahr unter dem Motto „Die Hofsänger im Gold’nen Mainz, seit 100 Jahr’n die Nummer 1“: Das spielt auf den 100. Geburtstag der Mainzer Hofsänger, des bekanntesten Mainzer Fastnachtschores, an.

Die Schwellköpp sind aus der Fastnacht nicht wegzudenken. Foto: Oliver Gehrig

Pünktlich um 11.11 Uhr startete der Umzug in der Boppstraße. Mit 121 Zugnummern, 9250 Teilnehmenden, 63 Musikgruppen und 90 Schwellkoppträgern war der Umzug in diesem Jahr aufgrund von Auflagen etwas kleiner als im Vorjahr.

„Weck, Worscht und Woi“ gehören ebenso dazu. Foto: Oliver Gehrig

Vorneweg marschierten die Aktiven der Mainzer Rittergilde mit ihren Deutschlandfahnen. Es folgten der Mottowagen, die Fahnenschwenker mit ihren vierfarbbunten Fastnachtsfahnen und die Meenzer Schwellköpp. Diese Symbolfiguren der Mainzer Straßenfastnacht sind aus dem Rosenmontagszug nicht wegzudenken.

„Die Allerscheenste“ setzten vierfarbbunte Farbtupfer. Foto: Oliver Gehrig

Ebenso dazu gehören in Mainz natürlich „Weck, Worscht und Woi“: Das trugen Aktive des Mainzer Carneval Vereins (MCV) symbolisch durch die Straßen. Schön anzusehen waren auch die Fastnachterinnen und Fastnachter des närrischen Stammtisches „Die Allerscheenste“ in ihren vierfarbbunten Kostümen.

Zahlreiche schön kostümierte Pferdekutschen fuhren mit. Foto: Oliver Gehrig

Stark vertreten waren die Musikgruppen, die Klassiker wie „Humba täterä“, „Rucki zucki“ und „Im Schatten des Doms“ schmetterten. Da der Schnee rechtzeitig geschmolzen war, konnten auch die Reiter und ihre Pferde sowie die schön kostümierten Pferdekutschen am Umzug teilnehmen.

Die Mainzer Ranzengarde ließ es krachen. Foto: Oliver Gehrig

Eine sehr stattliche Abordnung stellte gleich zu Beginn die älteste Garde der Landeshauptstadt, die Mainzer Ranzengarde. Diese ließ es mit ihren rollenden Kanonen richtig krachen.

Nicht wegzudenken aus dem Rosenmontagszug sind die närrischen Motivwagen des MCV. Einer hatte das Thema „Aktivrente“: Das wurde vom MCV so erklärt: „Weil der Bund braucht dringend Leit, / macht selbst die Oma sich bereit. Rollt an sie mit ihr’m ,Kampfrollator’, / wird sie zum grünen Terminator.“ Uiuiuiuiuiuiui.

Dieser Motivwagen hatte das Thema Bundeswehr. Foto: Oliver Gehrig

Das Wichtigste: Der Rosenmontagszug verlief weitgehend friedlich. Polizei und Verkehrsüberwachung meldeten im Anschluss weniger Zwischenfälle und Einsätze als im Vorjahr. Und im Anschluss an den Umzug wurde in den Kneipen und Lokalen noch lange weitergefeiert.

 

Oliver Gehrig