
ESSENHEIM – Per Akklamation hat Essenheim erstmals eine Jugendvertretung gewählt. Das teilte die Gemeindeverwaltung vor Kurzem mit. Sieben Jugendliche stellten sich zur Wahl, ebenso viele Plätze standen zur Verfügung. Die rund 25 anwesenden Wahlberechtigten im Alter von 14 bis 21 Jahren bestätigten alle Kandidatinnen und Kandidaten geschlossen. Die Gewählten organisieren ihre Aufgaben nun eigenständig.
Der Wahl gingen mehrere Monate Vorbereitung voraus. Der Ausschuss für Jugend, Senioren und Kultur hatte unter Leitung der Beigeordneten Doris Schmahl die Voraussetzungen erarbeitet, der Gemeinderat bestätigte die Regelungen. Ziel sei es gewesen, eine feste Struktur zu schaffen, die Jugendlichen die Mitsprache ermöglicht, so Peter Kaadtmann, Mitglied im Ausschuss für Jugend, Senioren und Kultur. Zwar verfügt Essenheim bereits über einen modernisierten Jugendraum mit Freizeitangeboten, eine gewählte Vertretung fehlte jedoch bislang.
Ortsbürgermeister von Essenheim Winfried Schnurbus betonte in der Versammlung die Bedeutung politischer Beteiligung junger Menschen. Es sei wichtig, Anliegen offen zu formulieren und in die Gremien einzubringen. Nur so lasse sich prüfen, was sich vor Ort umsetzen lässt. Unterstützung erhielt die Versammlung durch Erfahrungen aus der Nachbargemeinde Stadecken-Elsheim, deren Jugendvertretung seit Jahren aktiv ist.
Aus Sicht der Gemeindeverwaltung besteht weiterhin Handlungsbedarf. Viele Jugendliche fühlten sich politisch kaum vertreten und fänden außerhalb digitaler Angebote nur begrenzt passende Freizeitmöglichkeiten. Wie Kaadtmann weitere ausführte, integrieren sich nicht alle Jugendlichen in Vereine, zudem wirken die Folgen der Corona-Zeit nach. Der Ausschuss sieht in der neuen Jugendvertretung einen Ansatz, dieser Entwicklung entgegenzuwirken und die Interessen junger Menschen stärker in der Gemeinde zu verankern.
Die neu gegründete Jugendvertretung in Essenheim will ihre Arbeit zeitnah aufnehmen und eigene Schwerpunkte setzen.
























