
LANDKREIS – Die neue Integrierte Gesamtschule im Landkreis Mainz-Bingen soll in Mommenheim entstehen. In einer gemeinsamen Sitzung haben sich der Schulträgerausschuss und der Kreisausschuss jeweils einstimmig dafür ausgesprochen, die Schule auf einem Grundstück westlich der Rheinhessenstraße zu errichten. Über die Beschlussempfehlung berät der Kreistag am Freitag, 17. April. Dort soll der Standort und damit auch der Antrag an die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion endgültig beschlossen werden. Ob die Schule tatsächlich gebaut wird, entscheidet anschließend die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in den nächsten Wochen.
Nach Angaben von Landrat Thomas Barth wurden alle eingereichten Vorschläge anhand eines festen Kriterienkatalogs geprüft und miteinander verglichen. Dabei habe Mommenheim am besten abgeschnitten. Vorschläge kamen aus den Ortsgemeinden Nackenheim, Bodenheim, Hahnheim, Undenheim und Mommenheim. Die Fachabteilung der Kreisverwaltung und das Planungsbüro ISU aus Kaiserslautern bewerteten die Standorte. Maßgeblich waren dabei vor allem die Lage im schulischen Einzugsgebiet, die Eignung und Verfügbarkeit der Flächen, die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, die Verkehrsführung, die Immissionssituation sowie die planungsrechtliche Umsetzbarkeit.
Für Mommenheim spricht insbesondere die zentrale Lage im östlichen Kreisgebiet. Durch die gute Erreichbarkeit aus der Verbandsgemeinde Rhein-Selz und den benachbarten Verbandsgemeinden wird eine Entlastung der bestehenden großen Schulstandorte in Nackenheim, Nieder-Olm und Oppenheim erwartet. Das Grundstück mit einer Fläche von 37.000 Quadratmetern erfüllt zudem die Anforderungen an einen modernen Schulstandort. Auch die Anbindung an das überörtliche Straßennetz und den Busverkehr ist nach Einschätzung der Planer gut möglich. Im Vergleich zu den anderen Standorten sieht das Planungsbüro außerdem deutlich geringere Konfliktpotenziale bei der Bauleitplanung. Das Projekt könnte daher zügig umgesetzt werden.
Mit den Beschlüssen der Kreisgremien endet ein konstruktiver und transparenter Austausch zwischen Landrat Thomas Barth, der Fachabteilung und den betroffenen Ortsbürgermeistern. Nach Darstellung des Landrats war es wichtig, die Entscheidungskriterien allen Beteiligten offenzulegen und so für größtmögliches Verständnis zu sorgen. Die neue IGS werde nicht für eine einzelne Ortsgemeinde gebaut, sondern für den gesamten Landkreis Mainz-Bingen.
























