
LAUBENHEIM – Beim ersten Laubenheimer Marktfrühstück auf dem kleinen Marktplatz am Wiegehäuschen wurde schnell klar: Diese Idee trifft mitten ins Herz des Ortes. Unter dem Motto „Weck, Worscht und Woi – alles regional“ hatte Ortsvorsteher Norbert Riffel zusammen mit dem Vereinsring eingeladen, und schon am späten Vormittag war der Platz bis auf den letzten Winkel mit jungen und älteren Besuchern gefüllt. Bei strahlendem Wetter wurde angestoßen, gelacht und gebabbelt, während der Laubenheimer Wein in Strömen floss.

Nicht nur Einheimische kamen, auch Besucher aus den umliegenden Orten mischten sich unter die Menge. Ulrike und Sina aus Bretzenheim waren zufällig auf die Veranstaltung aufmerksam geworden und zeigten sich begeistert von der Atmosphäre. Alteingesessene wie Ortschronist Jupp Heck und Fritz Berena freuten sich besonders über das neue Leben im Ortskern und wünschen sich sogar eine zweiwöchentliche Wiederholung des Marktfrühstücks. Berena stellte zudem fest: „Der Brunnen ist auch zum ersten Mal in diesem Jahr wieder in Betrieb.“ Für einen neuen „Brunnedeggel“ wurde eine Spendendose aufgestellt, die bereits regen Zuspruch fand.

Ortsvorsteher Norbert Riffel zeigte sich völlig „aus dem Häuschen“ angesichts der Resonanz: „Damit hätten wir nie gerechnet, so viele Menschen, so eine tolle Stimmung.“ Zeit zum Durchatmen blieb ihm kaum, denn er griff kurzerhand selbst mit zum Ausschank, da die Helfer mit der Bedienung aus den beiden Fenstern heraus kaum nachkamen. „Ich möchte mich ganz herzlich bei all den Helferinnen und Helfern bedanken, die hier für ständigen Nachschub gesorgt haben“, betonte Riffel. Unterstützung kam auch von der „Goldenen Ente“, die zusätzliche Sitzmöglichkeiten geschaffen hatte, damit man sich vom Schlangestehen am Weinausschank kurz erholen konnte.

Auch aus der Kommunal- und Landespolitik gab es viel Lob: SPD-Ortsbeiratsmitglied Max Schmitt sagte: „Endlich ist mal was los in Laubenheim, genau solche Veranstaltungen haben gefehlt.“ CDU-Landtagsabgeordneter Johannes Schäfer ergänzte: „Ein gutes Marktfrühstück gibt es eben nicht nur in der Innenstadt.“ Viele Besucher äußerten sich ähnlich begeistert: „Tolle Idee, endlich kommt man wieder zusammen“, meinte eine Besucherin, während ein anderer Gast anregte: „Das könnte gern alle vier Wochen stattfinden.“ So wurde das Wiegehäuschen nicht nur zu einem geselligen Treffpunkt, sondern zu einem starken Zeichen für einen lebendigen Ortskern. Und Ortsvorsteher Riffel resümierte nach seinem Großeinsatz: „Dieses Frühstück hat heute zum ersten Mal, aber bestimmt nicht zum letzten Mal stattgefunden.“
Sabine Longerich

























