Start Kultur Echter Knaller mit Gruselmomenten

Echter Knaller mit Gruselmomenten

MARIENBORN – Das Frühjahrskonzert vom Musikverein unter der Leitung des neuen Dirigenten Sebastian W. Wagner stand unter dem Motto „Twilight“. Das Blasorchester mit etwa 35 Musikern beherrscht ein breites Repertoire von Bach bis Beat, von Klassik bis Volksmusik. Patrick Twinem leitete durch das Programm. Er sorgte mit hintergründigen Infos für die Einbettung der Musikwerke, darunter „Nosferatu“ von Mario Bürki. Mal schräg klingende Instrumente oder schrille Schreie der Bläser waren hier zu vernehmen. Solistin Sabrina faszinierte mit ihrer schönen Stimme zu „Skyfall“. Die spannungsgeladene Atmosphäre des berühmtesten Agenten der Filmgeschichte, James Bond konnten die Bläser vortrefflich umsetzen. Eine ergreifende Geschichte war „The Witch and the Saint“, eine sinfonische Dichtung für Blasorchester von Steven Reinecke. Sie handelte von missverstandenen Schwestern, ist gleichzeitig kraftvoll und einfühlsam und elf Minuten lang.

 

Solistin Sabrina begeisterte mit „Skyfall“. Foto: Claudia Röhrich

Mit „Columbus“ vom Belgier Benoît Chantry endete das Konzert. „Chantry“ beschrieb die Eindrücke eines Astronauten der sich auf seinen ersten Weltraumflug vorbereitet. „Between two Words“, eine aufwühlende Komposition von Otto M. Schwarz, erzählte die Geschichte einer Gruppe von Waldarbeitern in einem abgelegenen Waldstück in Kanada, diese hatten den Wunsch nach ihren Familien sehen. Doch im Winter konnte man nur das indianische „fliegende Kanu“ nutzen, doch um dieses zu benutzen, mussten sie einen Pakt mit dem Teufel schließen. Eine mystische Atmosphäre entstand, deren bezwingende Bannkraft sich wohl niemand entziehen konnte. Dazu trug auch die Deko bei, diese war in düsterem Schwarzpapier gehalten, Hexen, Eulen, fliegende Hexen und Katzen. Dazu noch zwei Reisigbesen, die direkt vor der Bühne hingen. Mit der gerne gewährten Zugabe, Sebastian W. Wagner schrieb eine Etüde 1 speziell für das Orchester und führte sie nun auf, so endete ein gelungener Abend, für den die Musiker viel Lob und Anerkennung ernteten sowie frenetischen Beifall und standing Ovations.

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Seit Februar 2015 bin ich als freie Journalistin bei Journal LOKAL - die lokale Zeitung tätig. Zuvor arbeitete ich nach meinem Informatikstudium viele Jahre als IT-Koordinatorin. Seit zwei Jahren bin ich als freie Journalistin im Deutschen Fachjournalistenverband (DFJV) akkreditiert. Die in vielerlei Hinsicht anspruchsvollen oder originellen lokalen Veranstaltungen motivieren mich bei Recherche und Verfassen meiner Artikel.