
BUDENHEIM – Der Pankratiusmarkt trägt im Namen den Schutzheiligen der früheren Kirche der Budenheimer katholischen Christen, und er lebt von ihm. Zum 3. Advent füllte sich der ummauerte Hof mit Menschen. Stimmen mischten sich mit Musik, den Düften, Lichtern und die Baumschatten spielten in der Kulisse.
Der Pankratiusmarkt ist kein Markt vor der Kirche, sondern ein Markt mit der Pankratiuskirche. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher schauten vorbei, man blieb augenscheinlich gerne in Grüppchen beisammen, lauschte der Musik oder nahm das Friedenslicht aus Bethlehem mit nach Hause, das an diesem Tag über Wien und Mainz auch die Blütengemeinde erreichte.
Im Hof konzentrierte sich das Marktgeschehen bewusst auf wenige, ausgewählte Stände. Weihnachtliche Artikel und kulinarische Kleinigkeiten standen im Angebot, doch der Charakter des Marktes wurde nicht vom Verkauf bestimmt. Das Ambiente prägte das Geschehen. Menschen verweilten im Gespräch, die Kinder bewegten sich frei im Garten, und keinen störte es. Im Garten begleitete die ÖkuBrass Band das Marktgeschehen, in der Kirche selbst fand ein Konzert statt. Die Kirche wurde nicht nur Kulisse, sondern aktiver Teil des Marktes. Die offene Kirchentür wirkte durch das Wärmeversprechen – der Innenraum war gut beheizt – einladend, und viele nutzten die Gelegenheit, die Kirche zu besichtigen und samt der Musik auf sich wirken zu lassen.

Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach
Dass dies möglich war, ist dem Förderverein der Pankratiuskirche zu verdanken. Seit 29 Jahren kümmert er sich um den Erhalt des Gebäudes und hat es Schritt für Schritt als kulturellen Ort in Budenheim etabliert. Der Pankratiusmarkt ist inzwischen ein fester Bestandteil dieses Engagements, genauso wie Konzerte oder Weinproben. Frank Fillinger vom Förderverein kündigte an, dass im kommenden Jahr das 30-jährige Bestehen gefeiert werden soll. Geplant sei ein Jubiläumsprogramm mit mehreren Veranstaltungen. Zur Erinnerung: In den vergangenen Jahren bewahrte der Verein auch dank zahlreicher Spenden sowohl das Haus als auch die wertvolle Kohlhaasorgel vor dem Verfall.
Mit dem Blick nach vorn kündigte Fillinger an, die Pankratiuskirche solle sich weiterhin als Kulturort profilieren. Für die kommenden Jahre nannte er Ideen wie einen möglichen Auftritt der Mainzer Hofsänger im Jahr 2027 oder Unterhaltungsformate, die aber die frühere sakrale Wirkung des Raumes wahren. Entsprechende Planungen laufen.
























