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Ein buntes Feuerwerk an Farben und Klängen Bläserchor Nieder-Olm überzeugt musikalisch und mit neuem Konzept 

Ein buntes Feuerwerk an Farbklängen brannte der Bläserchor Nieder-Olm bei seinem Jahreskonzert in der Ludwig-Ecke-Halle ab. Foto: Annette Pospesch

NIEDER-OLM – Aufgelockerte Sitzgruppen, statt strenge Stuhlreihen, leckere Vesperboxen und Getränke schon zur Einstimmung, statt Pausensekt und Brezel. Damit und mit vielem mehr überraschte der Bläserchor Nieder-Olm die Besucher des Jahreskonzerts unter dem Titel „Klangfarben“ in der Ludwig-Ecke-Halle. „Ich bin geflasht von so vielen Menschen, die heute Abend gekommen sind, um uns zu hören“, freute sich Michael Meyer, Vorsitzender des Bläserchors. „Wir werden unser Bestes geben“, gelobte er. Und damit hatte er wirklich nicht zu viel versprochen. Unter den Augen ihres ersten Dirigenten und Bläserchor-Gründungsmitglieds Karl Mombächer brannte das Orchester in den folgenden zwei Stunden ein buntes Feuerwerk an Farben und Klängen ab, das das Publikum vor Begeisterung schier aus den gemütlichen Sitzecken riss. Denn Orchesterleiter Daniel Reiter hatte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das die Stärken der einzelnen Instrumentengruppen des harmonischen Klangkörpers in all seinen Facetten jederzeit zur Geltung brachte.

Auch solistisch konnten viele Musiker und Musikerinnen überzeugen, wie hier Elke Meyer am Saxophon. Foto: Annette Pospesch

Zur guten Unterhaltung des Abends trug darüber hinaus die kompetente Moderation von Musiker Thomas Sassenroth bei, der zu allen Titeln interessante Details und Wissenswertes beisteuerte.

Das effektvolle Lichtspektakel, für das Carsten Liebisch verantwortlich zeichnete, tauchte die frisch sanierte Ludwig-Eckes-Halle ein ums andere Mal in ein buntes Farbenmeer, unterstrich eindrucksvoll die Wirkung der Musik und versetzte die Zuhörer immer wieder ins Staunen. So auch bei dem Titel „Aquarium“ von Johan de Maij, der die Konzertbesucher in eine zauberhafte Unterwasserwelt eintauchen lässt.

Kopfkino der schönsten Art nannte Thomas Sassenroth die musikalische Fahrt entlang des Flusses „Shenandoah“. Ein Titel von Frank Ticheli. Mit weltberühmten Melodien, wie die aus dem Disney-Film „Die Eiskönigin“ oder aus dem Musical „König der Löwen“ versetzte das Orchester die Zuhörer in Verzückung.

Spektakulär war auch die Lichtershow, die die Halle ein ums andere Mal in ein buntes Farbenmeer tauchte. Foto: Annette Pospesch

Ein Medley mit Songs aus den 80ern sorgte zum Ende des Konzertes noch einmal für große Begeisterung und ein Flashback für viele der Anwesenden.

„Wir waren uns zuerst gar nicht so sicher, ob das neue Konzept auch angenommen wird. Aber es scheint allen sehr gut gefallen zu haben“, freute sich Michael Meyer am Ende über den großen Erfolg des Abends und bedankte sich beim Publikum für den riesigen Applaus, aber auch bei allen, die vor und hinter den Kulissen, zu diesem unvergesslichen Erlebnis beigetragen haben.

Annette Pospesch