HECHTSHEIM – Rund 100 Hechtsheimerinnen und Hechtsheimer nahmen jetzt am Totengedenken anlässlich des Volkstrauertages auf dem Friedhof teil. „Wir stehen heute hier, um innezuhalten und der Opfer der Kriege und von Gewalt zu gedenken“, sagte die stellvertretende Ortsvorsteherin Birgit Zehe-Clauß (FDP) zu Beginn. Sie vertrat die kurzfristig erkrankte Ortsvorsteherin Ulrike Cohnen (CDU). Der Volkstrauertag sei der Tag des Erinnerns und der Mahnung. „Er erinnert uns daran, wozu Hass und Menschenverachtung führen können. Es liegt an uns, die Erinnerung wach zu halten.“ Zehe-Clauß weiter: „Frieden ist nichts Selbstverständliches. Er entsteht nicht von selbst. Er muss gewollt und verteidigt werden.“

Der Volkstrauertag sei kein Tag der Schuld, sondern ein Tag der Verantwortung für Frieden, Demokratie und ein Miteinander. „Wir trauern, aber wir resignieren nicht“, betonte die stellvertretende Ortsvorsteherin. „Frieden beginnt im Kleinen, im Zuhören, im Respekt und im Zusammenstehen.“ Anschließend erwähnte sie die verstorbenen Hechtsheimer Vereinsmitglieder dieses Jahres namentlich.
„Frieden entsteht im Kleinen, in Haltungen, in Familien und im Freundeskreis, wo wir zuhören, statt zu verurteilen“, bekräftigte der katholische Pfarrer Michael Tomaszewski. „Wir vertrauen darauf, dass Gott uns nicht im Stich lässt.“ Nach dem Gebet der evangelischen Pfarrerin Heike Corell gab es ein Innehalten an den beiden Trauerkränzen, die von der Landesregierung und vom Verteidigungsministerium gespendet wurden.

Für den musikalischen Rahmen sorgte Trompeter Egbert Lewark, der von der Musikschule Hechtsheim beauftragt worden war. Er spielte „Verleih’ uns Frieden gnädiglich“ und „Ich hatt’ einen Kameraden“: Dazu senkten die Vertreter der Fahnenabordnungen ihre Fahnen. Der Reitsportverein Schwarz-Weiß Hechtsheim, die Freiwillige Feuerwehr Hechtsheim, der TV Hechtsheim, der Radfahrerverein 1910 Mainz-Hechtsheim sowie der Reit- und Fahrverein Mainz-Hechtsheim waren beteiligt. Im Anschluss an das Gedenken gab es einen Umtrunk im Feuerwehrgerätehaus, zu dem die Freiwillige Feuerwehr eingeladen hatte.
Oliver Gehrig
























