
LAUBENHEIM – Der in Mainz-Laubenheim über viele Jahrzehnte unter anderem in verschiedenen Ehrenämtern sehr engagierte und geschätzte Laubenheimer Bürger Hans Riffel wäre am 9. Februar 2024 hundert Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass haben Familienmitglieder eine Feier veranstaltet, um das zu vollenden, was er sehr gerne noch selbst erlebt hätte und letztlich nur um elf Monate verpasst hat. Zunächst wurde im Beisein von ehemaligen Weggefährten, Freunden und Bekannten sowie Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Laubenheim ein ehemaliger Grenzstein, den Hans Riffel noch hatte restaurieren lassen, der Öffentlichkeit übergeben. Die Familienmitglieder hatten diesen mit Genehmigung der Grundstückseigentümerin in Erfüllung eines Herzenswunsches von ihm in der Gemarkung Laubenheim am Rand des Naturschutzgebietes am verlängerten Riedweg in der Weggabelung wieder setzen lassen, teilt die Familie Riffel in einer Pressemeldung mit.
In der Gewissheit, dass dieser alte Stein mit seinen drei Wappen von Laubenheim, Bodenheim und Hechtsheim in hervorragender Weise seinen beruflichen Wirkungskreis symbolisiert, haben die Angehörigen diesen Stein auch in Abstimmung mit der Ortsverwaltung mit einem beigestellten Täfelchen seinem Gedenken gewidmet und damit einen Ort der Erinnerung an ihn geschaffen. Zu diesem Anlass und bei der anschließenden Feier in geschlossenen Räumen haben die Redner, unter anderem Ortsvorsteher Gerhard Strotkötter, neben den Ausführungen zur Bedeutung des Grenzsteins die Gelegenheit auch dazu genutzt, nochmals das große Engagement und die Verdienste von Hans Riffel in seinen Ehrenämtern bei der Bauernvertretung, der Freiwilligen Feuerwehr Mainz-Laubenheim und in der Politik zu würdigen.
Viele Projekte im Stadtteil Laubenheim zum Nutzen der Allgemeinheit wären ohne seine Mitwirkung nicht so gut oder gar nicht gelungen, hätte er sich nicht mit großem Nachdruck dafür eingesetzt. Das Feuerwehrgerätehaus und die Pumpstationen am Polderbauwerk sind nur zwei Beispiele dafür. Grundlage für die große Wertschätzung, die ihm entgegengebracht wurde, seien unter anderem die nicht selbstverständlichen Eigenschaften gewesen, die ihn zu einem über die Parteigrenzen hinweg überzeugenden Gesprächs- und Verhandlungspartner und Ratgeber habe werden lassen. Seine fachliche Kompetenz, Uneigennützigkeit, Zuverlässigkeit, Fairness und Hilfsbereitschaft seien einige davon. Nicht zu vergessen sein besonderer Humor und sein phänomenales Gedächtnis, das ihm bis zum Schluss erhalten blieb. Dafür wurde er zu Lebzeiten mit vielen Ehrungen ausgezeichnet, die ein Zeugnis für sein Lebenswerk ablegen. Abgerundet wurden die Feierlichkeiten mit einer Bilderpräsentation zu seinem langen Lebensweg, die auch seine große Leidenschaft für alles, was er aktiv und passiv mit Pferden zu tun hatte, dokumentiert hat.
red