Start Mainz-Bretzenheim Parksituation vor dem City-Netto im Fokus Erregte Diskussionen im Ortsbeirat

Parksituation vor dem City-Netto im Fokus Erregte Diskussionen im Ortsbeirat

Für erregte Diskussionen im Ortsbeirat sorgte die aktuelle Parksituation vor dem Bretzenheimer City-Netto. Foto: Oliver Gehrig  

BRETZENHEIM – Die Parksituation vor dem City-Netto in der Anzengasse wurde jüngst von der Verwaltung ohne Wissen des Ortsbeirates stark eingeschränkt. An sieben öffentlichen Parkplätzen wurden Zusatzschilder „werktags 7 bis 21 Uhr“ und „Parkscheibe 1 Stunde“ errichtet. Scharfe Kritik an dieser Vorgehensweise übten die CDU und die FDP nun in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates. Ein gemeinsamer Antrag von CDU und FDP, diese Schilder wieder zu entfernen, wurde bei Gegenstimmen der SPD und der Grünen letztlich bei Stimmengleichheit im Ortsbeirat nach erregter Diskussion abgelehnt.

„Es geht um öffentliche Parkflächen“, sagte Manfred Lippold (CDU). „Ich bin äußerst verärgert, weil der Ortsbeirat mit Füßen getreten wird.“ Der City-Netto verfüge über acht eigene Parkplätze, die ausreichend seien. Lippold: „Sieben Parkplätze wurden wegradiert. Wir sind nicht informiert worden. Die Situation war in Ordnung, es gab nie Beschwerden. Die Zusatzschilder sollen entfernt werden.“ Zustimmung gab es von den Liberalen. „Das war eine Nacht-und-Nebel-Aktion, der Ortsbeirat wurde nicht gefragt“, schimpfte Uwe Marschalek (FDP). „Ich habe mit dem Filialleiter gesprochen: Netto braucht diese Parkplätze nicht.“

Anderer Meinung waren die Sozialdemokraten und die Grünen. „Die Parkplätze werden durch eine zeitliche Begrenzung besser bewirtschaftet“, sagte Michael Wiegert (SPD). Durch die Begrenzung ergäben sich Vorteile für Netto-Kunden, die Parkplätze direkt vor der Tür haben und ihre schweren Taschen und Tüten nicht so weit schleppen müssten. Zudem bestände an diesen Parkplätzen direkt an der Bushaltestelle „Martin-Kirchner-Straße“ die Gefahr, dass sie als Park-and-Ride-Plätze von Dauerparkern missbraucht werden. „Ich finde gut, dass Bewegung drin ist“, bekräftigte Florian Kärger (Grüne). „Fluktuation ist gut.“ Der Antrag wurde somit bei dieser Pattsituation im Ortsbeirat nicht weitergeleitet, sondern zu den Akten gelegt.

Oliver Gehrig