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Projekt für ein digitales Miteinander in Rhein-Selz Start mit einem Vortrag zur digitaler Patientenakte

Digitalbotschafterin Birgit Augustin (li) und Gemeindeschwester plus Adisa Omerovic-Lambri haben eine neue Vortragsreihe als ein Projekt gestartet. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

OPPENHEIM – Knapp 20 Teilnehmer haben sich im Ratssaal der Verbandsgemeindeverwaltung (VG) Rhein-Selz in Oppenheim mit der elektronischen Patientenakte (ePA) und digitalen Gesundheitsanwendungen beschäftigt. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Für ein starkes, gesundes und digitales Miteinander in der VG Rhein-Selz“ und bildete zugleich den Auftakt für ein neues gemeinsames Projekt von Digitalbotschafterin Birgit Augustin und Gemeindeschwester plus Adisa Omerovic-Lambri.

Der Hintergrund: Nach Beobachtung der Initiatorinnen haben viele Menschen zwar grundsätzlich Zugang zu digitalen Angeboten im Gesundheitswesen, nutzen diese aber im Alltag bislang kaum, weil praktische Hürden und Unsicherheiten im Umgang bestehen. „Wir wollen weg von reinen Vorträgen und auch konkrete Hilfe anbieten. So fangen wir jetzt mit der elektronischen Patientenakte und den Digitalen Gesundheitsanwendungen der Krankenkassen an“, sagte Augustin.

Auch Omerovic-Lambri machte in ihrer Einführung deutlich, worum es den Organisatorinnen geht: „Wir haben uns ein Projekt überlegt, das mit Gesundheit zu tun hat“, sagte sie. Zugleich verwies sie darauf, dass viele Menschen die elektronische Patientenakte nicht nutzten, „weil sie einfach nicht damit klarkommen“. Deshalb solle das neue Angebot informieren und beim Einstieg helfen. „Um die Digitalisierung kommen wir nicht herum“, kommentierte sie der Einführung zum Vortrag

Knapp 20 Teilnehmer kamen in den Ratssaal der Verbandsgemeindeverwaltung Rhein-Selz in Oppenheim, um sich beim Vortrag von Jan Estelmann über die elektronische Patientenakte und digitale Gesundheitsanwendungen zu informieren.
Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

Als Referent luden die Organisatorinnen Jan Estelmann von der BKK Pfalz ein, der eigens aus Ludwigshafen anreiste. Er stellte gleich zu Beginn klar, dass der Nachmittag nicht als Werbeveranstaltung gedacht sei. Vielmehr solle es darum gehen, verständlich zu erklären, „was kann die ePA, was kann sie nicht?“ und welche Fragen sich daraus für Versicherte ergeben.

In seinem Vortrag erläuterte Estelmann die elektronische Patientenakte als strukturierten digitalen Ablageort für Gesundheitsdaten. Anschaulich zog er den Vergleich zu medizinischen Unterlagen, die zuhause oft in Ordnern, Regalen oder Schubladen lägen. Die ePA könne helfen, solche Informationen geordnet verfügbar zu machen und bei Bedarf schneller zugänglich zu halten. Fragen aus dem Publikum waren dabei ausdrücklich erwünscht, das Format setzte bewusst auf Austausch und Verständlichkeit.

Das Ziel des neuen Projekts in der VG Rhein-Selz ist es, solche Angebote nicht abstrakt zu belassen, sondern vor Ort nachvollziehbar zu machen und konkrete Hilfestellung zu geben. Die Resonanz auf den ersten Termin zeigte, dass das Interesse an verständlicher Orientierung im digitalen Gesundheitswesen vorhanden ist. Eine weitere Veranstaltung ist bereits geplant: Im Juni soll sich in der VG Rhein-Selz alles um das Thema „KI im Alter“ drehen.