BRETZENHEIM – Die Benefizsitzung „Uffstumber & Friends“ des CKV „Die Uffstumber“ ist stets eines der Highlights der Bretzenheimer Fastnacht. Auch in dieser Kampagne hieß es nun wieder Schunkeln und Lachen für ein soziales Projekt. „Wir feiern heute mit Mainzer Fastnachtsgrößen und der Uffstumber-Familie Fastnacht für einen guten Zweck“, sagte der bestens aufgelegte Sitzungspräsident Michael Hohenadel zur Begrüßung der Narrenschar in der TSG-Halle, nachdem das Komitee vom Trommlercorps der Mainzer Prinzengarde und von der Mainzer Haubengarde auf die TSG-Bühne geleitet worden war.

Der Erlös der Sitzung geht in diesem Jahr an die Integrative Kita „Hoppetosse“ in Bretzenheim. Sieben Kitakinder stellten sich mit einem Tanz zu „Wackelkontakt“ und einem Lied dem Publikum vor und erhielten viel Applaus. Der Spendenerlös werde in die Temperaturregelung der Kita in den Sommermonaten verwendet, teilte Sitzungspräsident Hohenadel mit.
Erster Redner des Abends war Protokoller Bardo Frosch vom KCK, der für mehr Optimismus warb und das erste Regierungsjahr von Friedrich Merz wie folgt zusammenfasste: „Der Kanzler tappt, wie kann das sein/ in jedes Fettnäpfchen hinein!“ Weitere Themen waren „Weißkopf-Dino“ Donald Trump, das Bahnchaos und die Veggie-Wurst. Die politische Fastnacht ist auch das Markenzeichen des „Uffstumbers“ Dr. Stefan Regner. Zum Ukraine-Krieg „des russischen Despoten“ sagte er: „Nur wenn die Welt zusammensteht, gelingt die Wende.“ Auch zu den maroden Brücken in Deutschland und zum Ladensterben in der City schmiedete der Uffstumber seine Verse.

Der Abräumer unter den politischen Beiträgen war „Der Till des MCC“, Dr. Florian Sitte. In seinem Rundumschlag gegen die deutsche Politik stichelte er gegen „Rambo-Zambo-Kanzler“ Friedrich Merz, das „arme Würstchen“ Markus Söder und „Ego-Pendler“ Christian Lindner. Der Till sprach sich für Meinungsfreiheit und gegen Antisemitismus aus und erhielt für seinen starken Vortrag Applaus im Stehen.

Ansonsten dominierte gut gemachter Kokolores. „Auf der Suche“ befand sich Boris Feldmann, der von seiner Hochzeit berichtete. Urkomisch war der Vortrag von „Ignaz“ Markus Schönberg, der seine Hymne „Mein Mainz“ vorstellte und von seinen Problemen mit dem Marktfrühstück berichtete. Er fragte: „Wann ist das Frühstück wieder richtig?“ Die Narrenschar zeigte sich begeistert und skandierte: „Oh, wie ist das schön!“

Als Psychoanalytiker und als Schwellkopp „Rotznoos“ hatten Martin Heininger und Christian Schier im Zwiegespräch die Lacher auf ihrer Seite. „Wir Mainzer haben nicht nur den Buchdruck, sondern auch die Baustellen erfunden“, bilanzierte der Schwellkopp. In der Zugabe zeigte Christian Schier, dass auch mit Schwellkopp der wilde Tanz zum „Hähnchengrill von Drais“ möglich ist. „Oh, wie ist das schön“, sang das begeisterte Publikum erneut.

Freunde der getanzten Fastnacht kamen ebenfalls auf ihre Kosten. Zum Thema „Afrika“ wirbelten 17 CKV-Tanzperlen zu „Waka waka“ über die Bühne. 44 Jahre alt ist das Ballett TMS, was „Tanzen macht Spaß“ bedeutet. Die 16 Tänzerinnen in ihren vierfarbbunten Kostümen zeigten einen schönen Cancan. Für Begeisterung sorgte auch das Männerballett „Body in Motion“: Zwischen Himmel und Hölle tanzten sieben Engel und fünf Teufel. Eine getanzte Hommage an das „Heile, heile Gänsje“ präsentierten die zwölf CKV-Dancing Queens ganz in Weiß. Eine schöne Leuchtshow zeigte das CKV-Ballett, das als Space Girls zu „Völlig losgelöst“ begeisterte.

Die musikalische Fastnacht konnte sich ebenfalls sehen lassen. „Die Goldische Meenzer Bube“ sangen „Rucki zucki“ und andere Klassiker. Auch der Lerchenberger Ortsvorsteher Alper Kömür wirkte mit. „Wär’ ich ein Kaltgetränk, dann wär ich gern en Schoppe auf’m Marktfrühstück“, schmetterte „Hollebutz“ Marvin Hollederer. Als Zugabe gab es die „Helga“. Fröhliche Lieder sind das Markenzeichen der Amigos del Sol, die „Mainzaaa“ schmetterten. Als Zugabe ging es „uf die Lu“. „Die Moritze“ sangen „Wenn ich dich seh, dann ist Fassenacht“ und spielten Akkordeon, Gitarre und Schlagzeug.

„Die KapellMainzer“ Thorsten Ranzenberger und Christopher Ludwig stellten ihre neue Hymne „Oh Mainz, mein Mainz“ vor. Im stimmungsvollen Finale sang Christian Issel „Olé Fiesta“ und „Meenz bleibt Meenz“. Die Stimmung war auf dem Siedepunkt und alle waren sich einig: Auch in der kommenden Kampagne geht es wieder zum CKV.
Oliver Gehrig

























