
OPPENHEIM – Kultur kostenlos genießen. Das erwartet Menschen mit geringem Einkommen ab diesem Jahr, dank einer Kooperation zwischen der Stadt Oppenheim und „KulturLeben Rheinhessen“, einem Projekt der gemeinnützigen Bürgerstiftung Rheinhessen.
„Die Verknüpfung von sozialem Engagement und unseren kulturellen Highlights über das Jahr ist für uns Herzenssache. Wir sind der Bürgerstiftung Rheinhessen und ihrer Vorstandsvorsitzenden Irene Alt sehr dankbar, dass wir Teil dieser Kooperation mit Leuchtturmcharakter in der Region sein dürfen. Sowohl die Oppenheimer Theatertage als auch andere kulturelle Höhepunkte im städtischen Kalender sollen allen Menschen ein Genuss und zugänglich sein“, so Stadtbürgermeister Walter Jertz und die zuständige Kulturbeigeordnete Susanne Pohl in einer gemeinsamen Erklärung zur einstimmigen Zustimmung des Stadtrats. Neben der Stadt hat auch die Oppenheim Tourismus GmbH Interesse an einer Kooperation bekundet.
Im Rahmen der Zusammenarbeit kooperieren „KulturLeben Rheinhessen“ und sogenannte Sozialpartner, die ihre Nutzer als potentielle „Kulturgäste“ über die neue Möglichkeit informieren, beim Ausfüllen der Anmeldeformulare helfen und den Kontakt zu „KulturLeben Rheinhessen“ herstellen. Auf Basis der Angebote, die die Kulturpartner an „KulturLeben Rheinhessen“ melden, wendet sich Letztere an die Kulturgäste selbst, um Karten für Veranstaltungen aus Kategorien wie Ausstellungen, Kabarett, Fastnacht, Kino, Kinderprogramm, Theater, Konzert und vielen mehr kostenfrei an die Frau und den Mann zu bringen. „Das bundesweite Konzept ist seit Jahren im Kommen. Dank eines Kuratoriumsbeschlusses der Bürgerstiftung vom August 2018 sind wir froh und stolz, auch in Rheinhessen Menschen mit geringem Einkommen eine kulturelle Teilhabe an der reichhaltigen, regionalen Vielfalt zu gewährleisten“, zeigt sich Irene Alt vom Vorstand der Bürgerstiftung zufrieden mit den ersten erfolgreichen Schritten zu einem regionalen Netzwerk. Ebenso freut sich Alt über die tatkräftige Unterstützung des Landes durch das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur. In diesem Zusammenhang konnten in Oppenheim, laut Alt, bereits die Therapeutische Wohn – und Tagesgruppe der Rheinhessenfachklinik Alzey, die Diakonie Rheinessen, der Kinderschutzbund Mainz e.V., der Internationale Bund für Süd-West als Sozialpartner gewonnen werden. Weitere potentielle Sozial- und Kulturpartner in der Stadt seien angefragt und man befinde sich in Gesprächen, so Alt.
Christopher Mühleck