BRETZENHEIM – Wenn der CKV „Die Uffstumber“ Mainz-Bretzenheim mit einem tollen Fastnachtsprogramm seine Zuschauer unterhält und diese mit ihrem Eintrittsgeld gleichzeitig einen guten Zweck unterstützen, dann ist das eine närrische Win-Win-Situation. So geschehen jetzt bei der überaus gelungenen närrischen Benefizsitzung „Uffstumber & Friends“ zu Gunsten des ASB-Wünschewagens in der TSG-Halle.
Der gut aufgelegte Sitzungspräsident Michael Hohenadel begrüßte die jugendlichen Annalena Boller und Johannes Rieth als erste Redner auf der Bühne. Diese berichteten, wie sie mit ihren Eltern „in den Urlaub fahren zu dürfen zu müssen“. Er fährt in die Berge und sie fliegt nach Malle inklusive einer Notlandung wegen eines stinkenden Handkäses, und beide stellen am Ende fest: In Mainz ist es doch am schönsten. Dafür gab es viel Beifall. Gardist Marcus Schwalbach von der „Mainzer Ordensgeiergarde“ zündete seine trockenen Pointen, ohne eine Miene zu verziehen. Aus einer Abspaltung heraus entstand die „Garde der beleidigten Leberwürste“. Eine mobile Sitzung im Bus bot „Chefhostess“ Sabine Pelz an. Natürlich bekamen die Wiesbadener wieder ihr Fett ab: „Wer gar nicht oder nur im Keller lacht/ der sperrt halt auch e Brück an Fassenacht!“

Der Abräumer des Abends war Dr. Florian Sitte als „Greta Thunberg“ mit perfekter Mimik und schönem schwedischen Akzent. Bei einer Umweltdemo wurde der Verkehr in Mainz lahmgelegt. Greta: „Wobei sich viele Mainzer fragen: ,Wo ist der Unterschied zu sonst?`“ Beim Blick über den Teich bemerkte sie: „Die Amerikaner stellen sich ihren orangefarbenen Grusel-Kürbis nicht vor die Tür, sondern direkt ins Weiße Haus!“ Als „Saalkellner“ warfen sich Frank Brunswig und Julian Seitz die Pointen zu. „Ich komme mit vier bis fünf Stunden Schlaf aus – außer nachts, da brauche ich zehn oder elf!“
Zwischendurch machte das Mainzer Prinzenpaar anlässlich 111 Jahre MCC dem CKV seine Aufwartung. Prinz Heinrich II. und Prinzessin Jacqueline I. schwörten den Saal auf die Fastnacht ein. Eine Besonderheit beim CKV sind die zahlreichen eigenen Ballettgruppen. Zunächst unterhielten die „Tanzperlen“ (Leitung: Christina Kilian) mit „Rio in Mainz“, dann zeigten die „Dance Girls“ einen sehenswerten umweltpolitischen Tanz „Plastik und Meer“. Schön anzusehen waren die 13 „Dancing Queens“ als gelbe Zugenten und das CKV-Ballett als grüne Schornsteinfegerinnen. Die drei letztgenannten Gruppen stehen unter Leitung von Miriam Lautz.

Mit „De Meenzer Wochenmarkt“ lud Birgit Menger zum Mitschunkeln ein. „Mainz bleibt Mainz“ schmetterte der Musikzug der Jakobiner (Leitung: Kevin Klotz). Das Lied „Das Mainzer Rad“ stellten Andreas Kranke und Christiane Stötzer vor. Helmut Geibel sang „Ich bin en echte Meenzer Bub“. Mit Tuba und Gitarre brillierten Benny Scholian und Mathias Gall mit ihrem „Worschtsong“. „Ich wär so gern en Schwellkoppträscher“ verkündete Thorsten Ranzenberger und führte gemeinsam mit neun Schwellköpp auf der Bühne ins große Finale. „Meenz bleibt Meenz“ und „Ole Fiesta“ schallte es am Ende der tollen Sitzung durch die TSG-Halle.