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Wenn das Geld nicht für Wasser reicht Danke einer Spende der Stadtwerke hat die Wohnungsnotfallhilfe einen Trinkwasserspender angeschafft

Ein Glas Wasser ist immer gut gegen Durst (von links): Kerstin König, Maik Landwehr, Lucian Lazar, Oliver Hof (Besucher der Wohnungsnotfallhilfe) und Oberbürgermeister Patrick Burghardt. Bild: Stadtwerke/Melanie Bauer.

RÜSSELSHEIM – „Die Menschen, die zu uns kommen, würden sich eher kein Wasser kaufen, dazu fehlt ihnen das Geld“, erklärt Kerstin König, Diakonie-Bereichsleiterin Wohnungsnotfallhilfe. Von daher kam eine Spende des Aufsichtsrats der Stadtwerke Rüsselsheim von 500 Euro sehr gelegen: Damit hat die Regionale Diakonie Groß-Gerau/Rüsselsheim einen Trinkwasserspender für ihre im Rugbyring 150 betriebene Notschlafstätte angeschafft.

Lucian Lazar, Leiter der Regionalen Diakonie, sagt denn auch voller Dankbarkeit: „Der Wasserspender ist ein Riesen-Beitrag, damit Menschen kostenlos, unproblematisch Zugang zu einem für die Grundversorgung so wichtigen Nahrungsmittel bekommen.“ Die Spende des Aufsichtsrats reicht, um den geleasten Wasserspender samt Gallonen mit dem lebensnotwendigen Nass ein Jahr lang zu finanzieren.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke, Oberbürgermeister Patrick Burghardt, und Stadtwerke-Geschäftsführer Maik Landwehr schauten sich vor Ort an, wie das Spendengeld verwendet worden ist. Die Wohnungsnotfallhilfe beherbergt elf bedürftige Menschen. Zudem kommen montags 50 Personen, die sich in der Einrichtung ihre Sozialhilfe-Tagessätze für Wohnungslose abholen. „Mit dem Wasserspender haben Sie als Diakonie ein niedrigschwelliges Angebot für bedürftige Menschen geschaffen, sich mit Trinkwasser zu versorgen“, sagte Landwehr.

Dass Dehydrierung gerade in den Sommermonaten eine ernst zu nehmende Gefahr für obdachlose Menschen ist, machte Straßensozialarbeiterin Eva Dettweiler deutlich. Sie und ihre Kollegen haben, wenn sie in der Stadt unterwegs sind, grundsätzlich Wasser zum Verteilen an bedürftige Menschen dabei. „Das ist mit einem relativ hohen logistischen Aufwand verbunden, deshalb wären öffentliche Trinkbrunnen wünschenswert“, sagte Dettweiler. Bei dem Thema gab ihr Burghardt grundsätzlich recht, aber: „Das Problem ist der hohe finanzielle Aufwand, gerade für die Instandhaltung.“

Burghardt begrüßt die Aktion „Refill Deutschland“, auf die Dettweiler aufmerksam machte – und an der sich auch Rüsselsheimer Geschäfte, Kultur 123 der Stadt Rüsselsheim und die Stadtwerke Rüsselsheim mit ihren beiden Kundenzentren beteiligen. Mit Aufklebern an ihren Türen machen Unternehmen, Restaurants und Geschäfte bei der Kampagne deutlich, dass Besucher willkommen sind, ihre Trinkflaschen kostenlos mit Wasser nachzufüllen. Diese Kampagne ließe sich in Rüsselsheim sicherlich ausbauen, meinte Burghardt.

Jürgen Gelis
Stadtwerke Rüsselsheim GmbH