
GONSENHEIM – Das erste Gonsenheimer Highlight in der Weihnachtszeit ist der Adventsmarkt in der Pfarrer-Grimm-Anlage am ersten Adventswochenende. In diesem Jahr ging er in die 25. Runde.
Nach dem ersten Teil der musikalischen Begrüßung durch die Schülerinnen und Schüler der Freien Martinus-Schule Gonsenheim eröffnete Ortsvorsteherin Sabine Flegel das Event. Sie dankte Kristine Darmstadt für die Organisation des Adventsmarkts und Volker Hedderich von der Mainzer Volksbank für die großzügige finanzielle Unterstützung, die man besonders gut gebrauchen konnte aufgrund der Tatsache, dass die inzwischen morsche, vom Borkenkäfer befallene Tanne, die 25 Jahre lang als Weihnachtsbaum gedient hatte, aus Sicherheitsgründen gefällt und als Interimslösung durch einen frisch geschlagenen Baum ersetzt werden musste (wir berichteten). Dadurch fielen beträchtliche Zusatzkosten an.

Nach zwei weiteren musikalischen Einstimmungsliedern auf die nächsten drei Wochen durch den Kinderchor erschien der Nikolaus im Bischofsgewand (Stefan Süssenberger) in Begleitung von Knecht Ruprecht (Ellen Süssenberger). Nachdem einige Kinder Gedichte vorgetragen hatten, verteilte der Nikolaus mit seinem Gehilfen Schokoladen-Nikoläuse unter den jüngsten Marktbesuchern.
Der Adventsmarkt, gestaltet von Vereinen, Schulen, Kitas, Kirchengemeinden und Hobbykünstlern, ließ keine Wünsche offen.Ob selbst gebackene Plätzchen am Stand des Otto-Schott-Gymnasiums – der Erlös kommt einer Ski-Freizeit zugute -, Glühwein und Kinderpunsch bei der Gonsenheimer Kleppergarde oder Adventsgestecke, Schmuck und Handarbeiten von diversen privaten Künstlerinnen und Künstlern – für jeden Geschmack war etwas dabei.

Trixi Heußlein strickt schon lange gerne, doch während der Corona-Pandemie fertigte sie so viele Socken und Handschuhe, dass ihr der Gedanke kam, diese zu verkaufen. Damit es nicht zu langweilig wird, steigerte sie ihre Kreativität und verzierte die gestrickten Kinderhandschuhe mit Seidenmalfarbe. Silvia Kohl begeistert sich für ausgefallene Adventskränze und Gestecke und lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen.
„Es ist ein durch den Verkauf gesponsertes Hobby“, beschreibt Miriam Scharf ihren „Flaschengeist“. Ob Teelichter in Flaschen und Gläsern oder Glühbirnen in Flaschen als Deckenleuchten, auch wenn die Künstlerin nur einmal im Jahr für den Gonsenheimer Adventsmarkt produziert, so geht ihr bei jeder schönen Flasche ein Licht auf. Anke Itebe hat mit Steinmalerei angefangen um damit Kindern Zahlen und Buchstaben näher zu bringen. Inzwischen sind wunderschöne Deko-Artikel und Schmuckstücke auf diese Art und Weise entstanden, die sich großer Beliebtheit erfreuen.
Elke Fauck