Aktuell verlosen wir 2 mal eine CD-Box von Karel Gott „Danke Karel! Folge 2 (Raritäten)“. Um an der Verlosung teilzunehmen, sendet uns bitte eine Email mit dem Betreff „Karel Gott“ an gewinnspiel@zeitungsverlag-schenk.de oder liked uns auf unserer Facebook-Seite und sendet uns eine PN. Bitte gebt hierzu Euren Namen sowie Eure vollständige Adresse an. Alternativ geht natürlich auch eine Postkarte an Zeitungsverlag Schenk, Gutenbergstrasse 21, 55294 Bodenheim. Einsendeschluß ist der 15.10.2020. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Karel Gott „Danke Karel! Folge 2 (Raritäten)“
Karel Gott verstarb am 1. Oktober 2019 im Alter von 80 Jahren in Prag im Kreis seiner Familie. Eine erste Krebserkrankung im Jahr 2015 schien er gut überstanden zu haben. Er trat auch wieder auf, aber als bekannt wurde, dass er an Leukämie erkrankt ist, wirkte es so, als nehme Karel Gott selbst allmählich Abschied. Mit seiner inzwischen 13-jährigen Tochter Charlotte sang er dazu ein Lied, in dem es heißt: „Auf allen deinen Wegen werde ich Dir, mein Stern, weiter leuchten“. Das war in der Nachschau das klingende Vermächtnis von Karel Gott – weit mehr als 60 Jahre nach seinen ersten Auftritten als Rock’n’Roll und Jazz-Sänger. Zur Würdigung seines Schaffens veröffentlicht Universal Music am 09.10.2020 zu seinem ersten Todestag zum Gedenken an diesen großen Star die 5er CD-Box „Danke Karel! Folge 2 (Raritäten)“.
„Danke Karel 2!“ ist eine liebevoll gestaltete Box mit neun bisher auf CD unveröffentlichten Alben aus den 70er und frühen 80er Jahren. Diese Alben waren über viele Jahrzehnte nicht mehr erhältlich. Die Wiederauflage dieser neun LPs auf fünf CDs ist daher historisch besonders wertvoll und ein Muss für jeden Karel Gott- und Schlager-Fan. Es sind die LPs „Von Böhmen in die Welt“ (1971), „Zwischen Moldau, Don und Donau“ (1972), „Meine Wolgamelodie“ (1974), „Meine Donaumelodie“ (1976) „Heut‘ ist der schönste Tag in meinem Leben“ (1974), „Meine Sonntagsmelodie“ (1976), „La Canzone“ (1973), „Bella Italia“ (1981) und das Live-Album „Live – Das Konzert-Erlebnis“ (1981), die nun in dieser hochwertigen Box auf CD wiederveröffentlicht werden.
Karel Gott gehört zu den erfolgreichsten Schlagerinterpreten in Ost und West. In seiner sechs Jahrzehnte langen Karriere, in der er Rock ’n‘ Roll, Jazz, Blues, Country, deutschen Schlager interpretierte sowie Opern- und Operettenstücke sang, nahm Karel Gott rund 150 Alben auf und verkaufte mehr als 50 Millionen Tonträger. In seinem Heimatland Tschechien war der Sänger eine Legende. Insgesamt 42 Mal gewann er dort den Publikumspreis Goldene Nachtigall. Dort nannten ihn die Menschen „Mistr“ („Meister“), ein Ehrentitel, der vor ihm nur an den Reformator Jan Hus vergeben wurde. Der tschechische Präsident Milos Zeman sagte, der Tod Karel Gotts sei eine „ungeheuer traurige Nachricht für unser ganzes Land“. Er sei „ein wirklicher Künstler“ gewesen, „der sein Leben anderen geschenkt hat“. Auch der tschechische Regierungschef Andrej Babis äußerte sich zum Tod des Künstlers und bezeichnete ihn als einen der größten Tschechen. Mit seinen Liedern habe ihn Karel Gott seit seiner Jugend begleitet, so der 65-jährige Politiker.
Denn schon in den sechziger Jahren steuerte der Sänger den Soundtrack zu einem neuen Lebensgefühl in seiner tschechischen Heimat bei. Er sang dort Songs von Elvis oder den Rolling Stones in englischer und tschechischer Sprache. Viele Tschechen und Slowaken hatten damals genug von Sozialismus und Planwirtschaft, sie sehnten sich nach allem, was aus dem Westen kam. Und die Musik brachte ihnen zumindest eine Illusion von Freiheit. „Die Lieder aus dem Westen klangen so anders als unsere eigenen, in denen immer die Angst vor den Ideologen mitschwang“, erinnerte sich Karel Gott einmal. Seine aufrichtige Freundlichkeit und seine Ehrlichkeit auch in schwierigen Zeiten haben ihm die Tschechen und Slowaken nie vergessen. In Deutschland wurde vor allem auch das Lied von der „Biene Maja“ für viele Generationen unvergesslich. Karel Gott sang das Kinderlied aus einer spontanen Laune heraus in nur 20 Minuten für seinen Freund, den Filmproduzenten Karel Svoboda in einem Münchener Studio ein. Es war Ironie des Schicksals, das gerade dieser Song am Ende bei Kindern und Eltern gleichermaßen einschlug – und das bis heute.
Eine seiner ersten Platten war aber eine tschechische Version von Henry Mancinis „Moon River“. Erst fünf Jahre später, nachdem der Sänger das amerikanische Showbusiness kennengelernt und als erster Künstler des Ostblocks sieben Monate lang vor ausverkauftem Haus in Las Vegas gesungen hatte, führte ihn der Karriereweg nach Deutschland. Karel Gott wurde seinerzeit vom renommierten Time Magazin als „Sinatra des Ostens“ gefeiert.
Mit der Schiwago-Melodie „Weißt Du wohin?“ kletterte Karel Gott dann 1967 erstmals an die Spitze der deutschen Charts – einen Platz, auf den er in all den folgenden Jahren abonniert zu sein schien. Lieder wie „Lady Carneval“, „Einmal um die ganze Welt“, „Babicka“, „Weißt du wohin“ katapultierten ihn in die erste Garde europäischer Show-Schaffender und bescherten ihm unzählige Goldene und Platin-Platten, Auszeichnungen und Ehrungen sowohl in Deutschland als auch in seiner tschechischen Heimat. Am Ende gab es kaum ein Land, eine Großstadt auf der Welt, in dem „Die Goldene Stimme aus Prag“ noch nicht gastierte. So trat er – gemäß seines weiteren großen Hits „Einmal um die ganze Welt“ – in fast allen großen Konzerthallen der Welt auf. Er war sowohl im Moskauer Kreml-Palast als auch in der New Yorker Carnegie Hall zu Gast, in der Hamburger Musikhalle wie im „New Frontier“ in Las Vegas. Die Casinos dort nutzen seine Musik genauso wie in Online Casinos auf MrCasinova.com/de um der Lobby oder auch den Spielen selbst Leben einzuhauchen. Weitere Stationen um die ganze Welt waren Tokio, Kuba, Australien, Israel und Kanada. Natürlich trat er auch immer wieder vor ausverkauftem Haus in der Prager O2 Arena auf und als Schmankerl am Rande mit Bushido zusammen im Dome in Düsseldorf.
Mit Karel Gott ist 2019 ein wahrhaft großer europäischer Künstler von uns gegangen, dem es wie keinem Zweiten als „Botschafter der Musik“ gelang, die im kalten Krieg unvereinbaren Welten von Ost und West zu verbinden. Über seine intensive Beziehung zu seinem Publikum sagte er einmal: „Es ist eine Art Magnetismus, eine gegenseitige Anziehungskraft, die schwer beschreibbar ist.“ Diese Anziehungskraft und Magie sind in seinen Liedern immer noch spürbar. Seine Songs werden auf diesen, seit vielen Jahren nicht mehr erhältlichen Aufnahmen, wieder als klingende Sterne für alle Zeiten in die Welt hinaus leuchten.