Start Mainz Weniger kaufen, mehr teilen Mainzer teilen Alltagsgegenstände in der Nachbarschaft

Weniger kaufen, mehr teilen Mainzer teilen Alltagsgegenstände in der Nachbarschaft

Gemeinsam genutzte Alltagsgegenstände fördern einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Foto: frieauff.com

ALTSTADT/LANDKREIS – „Teilen ist das neue Haben“: Unter diesem Motto hat das Agenda-Büro der Stadt Mainz gemeinsam mit der Kommunalen Abfallwirtschaft Mainz und Mainz-Bingen die Aktion „Mainz teilt!“ gestartet. Die ersten Mainzerinnen und Mainzer haben sich ihre Materialien bereits im Umweltladen abgeholt.

Sticker zeigen, welche Gegenstände vorhanden sind

Die Idee ist einfach. Viele Dinge werden nur selten gebraucht: eine Bohrmaschine für ein einzelnes Loch in der Wand, eine Campingausrüstung für einen kurzen Ausflug oder ein anderes Gerät, das danach wieder im Schrank liegt. Wer solche Gegenstände besitzt und sie nicht ständig benötigt, kann sie anderen in der Nachbarschaft kostenfrei ausleihen.

Im Mainzer Umweltladen in der Steingasse 3 bis 9 gibt es Stickerbögen, Flyer und Plakate. Mit Flyern und Plakaten kann die Aktion im Wohnhaus bekannt gemacht werden. Die Sticker werden auf den eigenen Briefkasten geklebt. Sie zeigen, welche Gegenstände im Haushalt vorhanden sind und ausgeliehen werden können. Zusätzlich gibt es Aufkleber zum Selbstbeschriften.

Ressourcen schonen und Nachbarschaft stärken

Das Konzept ist nicht neu. Vergleichbare Aktionen gibt es bereits in anderen Städten Deutschlands. Sie orientieren sich am Schweizer Projekt „Pumpipumpe“, bei dem Briefkasten-Sticker anzeigen, welche Gegenstände Nachbarinnen und Nachbarn verleihen. Die Erfahrungen zeigen, dass das Prinzip funktioniert: Wer Dinge, die nur selten benötigt werden, kostenfrei zur Verfügung stellt, findet meist schnell Interessierte. Gleichzeitig werden Ressourcen geschont und die Nachbarschaft gestärkt.

Vorhandene Dinge sichtbar machen, Menschen ins Gespräch bringen

Bei der Herstellung, beim Transport und bei der Entsorgung von Produkten entstehen Abfälle und es werden Rohstoffe verbraucht. Wird ein Gerät nur einmal benutzt, steht diesem Aufwand ein geringer Nutzen gegenüber. Genau hier setzt „Mainz teilt!“ an. Die Aktion macht vorhandene Dinge sichtbar, bringt Menschen miteinander ins Gespräch und stärkt die Nachbarschaft.

Eine schweizerische Internetseite listet vergleichbare Angebote, in der auch Adressen aus Deutschland unter anderem aus Mainz und der Region mit dem Ausleih-Angeboten aufgelistete sind. Sie ist unter der Adresse: https://map.pumpipumpe.ch/#/ erreichbar.

Gregor Starosczyk-Gerlach

Termine Vorschau Juli