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Auch mit 100 hat sich Ernst Hohl seinen Humor bewahrt Glückwunsch >>>Der Hechtsheimer feierte jetzt im Kreis seiner Familie einen besonderen Geburtstag

Ortsvorsteherin Ulrike Cohnen gratulierte Ernst Hohl zum 100. Geburtstag. Foto: Oliver Gehrig

HECHTSHEIM – Geboren am 18. Februar 1926 in einer Hebammen-Lehranstalt in der Mombacher Straße, blickt der Hechtsheimer Ernst Hohl auf ein bewegtes Leben zurück. Jetzt feierte er im Kreise seiner Familie bei bester Laune seinen 100. Geburtstag. Der Jubilar erzählte den Geburtstagsgästen amüsante Anekdoten aus seinem langen Leben.

Als oberste Gratulantin des Stadtteils überreichte Ortsvorsteherin Ulrike Cohnen dem Geburtstagskind Blumen und Wein sowie Glückwunschschreiben der Ortsvorsteherin, von OB Nino Haase und von Ministerpräsident Alexander Schweitzer. „Sie sind einer der ältesten Hechtsheimer“, sagte Cohnen und wünschte ihm alles Gute und viel Gesundheit.

Ausführlich berichtete Ernst Hohl aus seinem Leben. Der gelernte Stoffprüfer arbeitete ab 1940 in einem Laboratorium der Adam Opel AG in Rüsselsheim. 1943 wurde er in die Kriegsmarine eingezogen. 1946 kehrte er nach eineinhalbjähriger Kriegsgefangenschaft nach Mainz zurück. 1948 heiratete er Margot Hohl, geborene Stock, eine gebürtige Hechtsheimerin. Damals wohnte das Paar am Flachsmarkt, ab 1968 in Hechtsheim, Am Hechenberg. Das Paar hatte fünf Kinder, von denen Ernst Hohl zwei Kinder, nämlich Ernst-Peter und Gabriele, wie auch seine Frau überlebt hat. Heute besteht seine Familie aus seinen Kindern Wolfgang und Astrid sowie Anna-Maria, die in Bad Reichenhall lebt, den Schwiegerkindern, den Enkeln Alexandra, Jenny, Sandra und Luca sowie den Urenkeln Alesha, Maximilian und Noah.

Der Jubilar teilt sich das Haus mit seinem Sohn Wolfgang. „Wenn ich was brauche, drücke ich einfach auf den Knopf und dann klingelt es“, beschreibt er das Prozedere. „Ich mache mein Essen aber noch selbst“, sagt er stolz.

Die Zeiten nach dem Krieg seien hart gewesen, berichtet er. Um zusätzliches Geld zu verdienen, habe er morgens ab 3 Uhr Zeitungen ausgetragen. Eines seiner Hobbys war die Gartenarbeit. So hatte das Paar 20 Jahre lang einen Kleingarten in der Anlage An der Goldgrube. Zudem hat der Jubilar die Familienchronik in seinem 420 Seiten umfassenden Werk „Vaters Geschichtchen“ festgehalten und betreibt auch Ahnenforschung. Ernst Hohl ist bekannt für seine Hilfsbereitschaft und für seine zahlreichen sozialen Kontakte, berichtete seine Familie auf der Geburtstagsfeier. Auf seiner Terrasse hat er viele Jahre lang Äpfel gekeltert und dann den fertigen Apfelsaft in der Nachbarschaft verteilt.

Und was ist sein Geheimnis für sein langes Leben? „Ich habe den dritten Herzschrittmacher, ohne den wäre ich schon lange nicht mehr da“, berichtet er. Zudem habe er auf eine gesunde Lebensweise gesetzt. „Viel Gemüse, wenig Fleisch“, betont Ernst Hohl. „Das ist das gesündeste Essen.“

 

Oliver Gehrig