
OBERSTADT – Stichwahl in der Mainzer Oberstadt: Melissa Enders (CDU) hat im ersten Wahlgang den zweiten Platz erreicht und wirbt nun um das Vertrauen aller Wählerinnen und Wähler. Im Interview spricht sie über Verkehrspolitik, Lebensqualität im Stadtteil und ihren Anspruch, Ortsvorsteherin für alle Menschen in der Oberstadt zu sein – unabhängig davon, wen sie zuvor gewählt haben.
Journal LOKAL: Wie bewerten Sie das Ergebnis des ersten Wahlgangs?
Melissa Enders: Ich freue mich sehr über das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler. Bei sieben Kandidatinnen und Kandidaten den zweiten Platz zu erreichen und in die Stichwahl einzuziehen, ist ein starkes Ergebnis. Es zeigt, dass sich viele Menschen in der Oberstadt eine pragmatische, lösungsorientierte und bürgernahe Politik wünschen. Mit der Stichwahl beginnt nun gewissermaßen eine neue Phase. Die Karten werden noch einmal neu gemischt und viele Wählerinnen und Wähler, die im ersten Wahlgang andere Kandidaten unterstützt haben, entscheiden jetzt neu. Deshalb werbe ich um das Vertrauen aller Menschen in der Oberstadt, unabhängig davon, wen sie zuvor gewählt haben.
Journal LOKAL: Welche Themen möchten Sie bis zur Entscheidung besonders in den Mittelpunkt stellen?
Melissa Enders: Mir ist wichtig, dass Politik in der Oberstadt nah an den Lebensrealitäten der Menschen gemacht wird. Dazu gehört für mich vor allem eine Verkehrspolitik, die für alle gemacht ist und unterschiedliche Interessen miteinander in Einklang bringt, statt sie gegeneinander auszuspielen. Viele Bürgerinnen und Bürger beschäftigen Fragen rund um Parkplätze, Bewohnerparken, Tempo 30 oder größere Verkehrsprojekte wie die Straßenbahn.
Hier wünsche ich mir eine sachliche Abwägung und vor allem eine frühzeitige und transparente Kommunikation mit den Anwohnerinnen und Anwohnern. Ein weiteres zentrales Thema ist für mich die Lebensqualität im Stadtteil. Unsere Grünflächen spielen dabei eine wichtige Rolle, nicht nur im Hinblick auf Klimaresilienz, sondern auch als Orte zum Verweilen. Mehr Aufenthaltsqualität, Bänke und schattige Plätze können dazu beitragen, dass unsere Oberstadt auch in Zukunft ein lebenswerter Stadtteil für alle Generationen bleibt.
Journal LOKAL: Warum sollten sich die Wählerinnen und Wähler der anderen Kandidaten in der Stichwahl für Sie entscheiden?
Melissa Enders: Ich möchte Ortsvorsteherin für alle Menschen in der Oberstadt sein, unabhängig davon, wen sie im ersten Wahlgang gewählt haben. Mir geht es darum, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die unsere Oberstadt voranbringen. Die Oberstadt braucht eine Politik, die zuhört und verbindet. Wer sich eine pragmatische, verlässliche und bürgernahe Politik wünscht, ist bei mir richtig.
Journal LOKAL: Vielen Dank für das Gespräch.
Die Fragen stellte Gregor Starosczyk-Gerlach























