
FINTHEN – Viel Holz, viel Glas, ein einladendes Ambiente: So wirkt die neue Flüchtlingsunterkunft „Layenhof 2“, die jetzt von Sozialdezernentin Jana Schmöller (SPD) vorgestellt und offiziell eröffnet wurde. Der Andrang bei dieser Präsentation auf dem Layenhof war groß: Die Bauleitung, die zuständigen Architekten, Vertreter des städtischen Sozialausschusses, der Mainzer Wohnbau als Verwalter und des DRK-Kreisverbandes Mainz-Bingen als Betreuer der Flüchtlingsunterkunft waren neben zahlreichen Medienvertretern anwesend.
„Geflüchtetenunterkünfte sind nicht einfach eine Unterbringung, sie sind Orte, an denen Geflüchtete ankommen und sich sicher fühlen können“, erläuterte Sozialdezernentin Schmöller. „Diesem Anspruch sollten wir gerecht werden. Das Areal strahlt Ruhe aus.“

Es handelt sich um vier Gebäude in Holzmodulbauweise mit 96 Wohneinheiten für bis zu 300 Personen. Auf einer Bruttofläche von 4863 Quadratmetern stehen 41 Ein-Zimmer-Wohnungen für Zweier-Belegung, 41 Zwei-Zimmer-Wohnungen für Vierer-Belegung, neun barrierefreie Wohnungen und fünf größere Eck-Wohnungen für Familien zur Verfügung. Die Bauzeit betrug rund eineinhalb Jahre. Neben den Wohnräumen gibt es Sozial-, Bildungs- und Gemeinschaftsbereiche, einen Multifunktionsraum, Wasch- und Trockenräume, Außenanlagen mit einem Spielplatz und 58 Fahrradstellplätze. WLAN ist vorhanden, ebenso die direkte Busverbindung vom Layenhof in die Mainzer Innenstadt.
16 Millionen Euro hat sich die Stadt Mainz die neue Flüchtlingsunterkunft kosten lassen. Bauherr ist die Gebäudewirtschaft Mainz (GWM), den Rohbau übernahm die Firma Karl Gemünden, die Umsetzung die Firma Dreßler Bau GmbH.
Zunächst sollen Ende März die derzeit rund 90 Geflüchteten von der Containerunterkunft „Layenhof 1“ in den Neubau „Am Finther Wald 16“ direkt am Eingang der Layenhof-Siedlung umziehen. „Viele der Menschen haben eine Perspektive, in Deutschland zu bleiben“, betonte Jana Schmöller. Sie machte auf die schwierige Situation der Menschen in Syrien, Afghanistan, der Ukraine und im Sudan aufmerksam.
„Dieses Projekt ist zukunftsweisend“, sagte Architekt Anatolij Skatschkow von der ARS GmbH (Architektur, Realisierung, Steuerung). Der Bedarf auf dem Layenhof habe sich von 100 auf 300 Plätze erhöht, weshalb eine Containerbauweise schnell vom Tisch gewesen sei. Der Baumbestand sei erhalten geblieben. Zwei Höfe dienen als halboffene Flächen, die Laubengänge sind zu den Innenhöfen orientiert. Die Heizung erfolgt über Wärmepumpen plus PV-Anlagen auf den Gründachflächen. Insgesamt wurden 1700 Kubikmeter Holz verbaut.

Insgesamt verfügt die Stadt Mainz derzeit über 16 Flüchtlingsunterkünfte plus eine Notunterkunft, darunter zwei in der Gonsenheimer Housing Area. Im vorigen Jahr kam die neue Hechtsheimer Unterkunft in der Nikolaus-Kopernikus-Straße hinzu, dafür wurde die alte Unterkunft in der Wormser Straße in Weisenau aufgegeben, informierte Jana Schmöller. Derzeit sind 2415 von insgesamt 3358 Plätzen belegt.
Oliver Gehrig
























