
NEUSTADT – Das Mainzer Foodsharing-Café „krumm & schepp“ hat sein erstes Jahr abgeschlossen. Das nachhaltige Café am Karoline-Stern-Platz gesellte sich im vergangenen Dezember als Verein zur Reihe von Initiativen, die seit 2013 in Mainz über 600.000 Kilogramm genießbare Lebensmittel vor der Entsorgung bewahrt hatten. Im Rahmen einer Feier zum ersten Geburtstag schaute auch Klimaschutzministerin Katrin Eder (Grüne) mit einem Grußwort vorbei und überreichte als Geschenk einen symbolischen Förderbescheid.
Mit 10.000 Euro förderte das Ministerium nämlich eines der Café-Projekte: die achtteilige Veranstaltungsreihe „SustainableSunday“, die im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung über die Auswirkungen der Ernährung auf den Klimaschutz informieren will und sich vor allem an Kinder und Jugendliche richtet. Workshops, Lesungen und Filmvorführungen bilden den Kern der Reihe.
Eine der Besonderheiten in der Genese von „krumm & schepp“ liegt darin, dass es als erstes Foodsharing-Café im Rhein-Main-Gebiet seine Türen öffnete. Aber auch das Konzept kann als außergewöhnlich beschrieben werden. Im Café werden nicht nur gerettete Lebensmittel verarbeitet und auf Spendenbasis angeboten. Ein Fairteilerschrank bildet das Zentrum des Angebotes. Dort können weiterhin genießbare, jedoch nicht mehr verkäufliche Produkte kostenlos mitgenommen werden.

Foto: MKUEM
Darüber hinaus konzentriert sich das Café auf die Bildungsarbeit und lädt zu verschiedenen Veranstaltungen ein. Ähnlich wie „SustainableSunday“ versuchen sie, die Bedeutung eines nachhaltigen Umgangs mit Lebensmitteln zu vermitteln.
Wer noch vor Weihnachten das Café kennenlernen möchte, kann es bei unterschiedlichen Gelegenheiten tun. Im Dezember bietet es noch mehrere Veranstaltungen: unter anderem ein Konzert des ugandischen Künstlers, Musikers, Tänzers und Geschichtenerzählers, Ssemaganda, am 17. Dezember, 19 Uhr.
An den sogenannten kreativen Dienstagen, beispielsweise am 16. Dezember, von 16 bis 20 Uhr, lädt das Café zu einer kreativen Tausch- und Geschenkbörse ein, bei der laut Einladung, „ressourcenschonend und nachhaltig aus Mitgebrachtem Neues entstehen“ soll.





















