
GAU-ALGESHEIM – Die gut angenommene erste Fahrradbörse in Gau-Algesheim dürfte ein gutes Omen für die nächste Auflage im September sein. „Der Schlossplatz war voller Fahrräder und Zubehör und übertraf nicht nur den von uns bereitgestellten Platz, sondern auch unsere Erwartungen“, schildert Hermann Schön vom Radsportverein Gau-Algesheim die Eindrücke der Organisatoren. Die Premiere vor dem Rheinhessischen Fahrradmuseum zeigte, dass gebrauchte Fahrräder viele Menschen ansprechen.
Nächster Termin vor dem Volksradfahren
Die zweite Auflage soll noch in diesem Herbst folgen und steht in engem Zusammenhang mit dem Hochfest der Gau-Algesheimer Radfahrer: dem Volksradfahren des Radsportvereins. Im Jahr 2026 erhält die Veranstaltung zudem eine Jubiläumsnote. Sie wird zum 50. Mal ausgerichtet. Aus diesem Anlass ist die zweite Fahrradbörse für Samstag, 12. September, geplant. Sie liegt damit genau am Tag vor dem 50. Volksradfahren, berichtet Schön.

Wie es zur Premiere kam
Die Begeisterung fürs Radfahren ist in Gau-Algesheim fest im Radsportverein verankert. Auch das Fahrrad selbst hat in der Stadt einen besonderen Ort: das Rheinhessische Fahrradmuseum im Schloss Ardeck. Dort werden historische Räder bewahrt und in ihren sportlichen, gesellschaftlichen und historischen Zusammenhang gestellt.
Doch nicht jedes Rad landet in der Ausstellung oder auf dem Sperrmüll. Manche erhalten an gleicher Stelle eine zweite Chance. Wie Schön ausführt, bereitet seit 2015 ein Team jeden Mittwoch Fahrräder auf, die für die Entsorgung zu schade wären. Sie bekommen ein zweites Leben. „Das hilft der Umwelt und Menschen mit nicht so gut gefüllter Brieftasche. Um die an sich gute Sache noch mehr Personen zugänglich zu machen, bildete sich ein dreiköpfiges Museumsteam, das sich Gedanken machte, viele Ideen besprach und letztendlich entschied: Wir organisieren eine Fahrradbörse“, schildert Schön den Vorlauf zur Premiere.
Unterstützung aus der Stadt
Unterstützung kam schnell von weiteren Kooperationspartnern. Die Stadt Gau-Algesheim stellte den Platz und Sitzgarnituren zur Verfügung. Der Radsportverein unterstützte mit Tassen und Kaffeemaschine. Die Tourist-Information half bei der Öffentlichkeitsarbeit. „Der Verkauf begann um 10 Uhr. Anbieter konnten bereits früher kommen, um Fahrräder und Zubehör aufzubauen. Bei gutem Wetter füllte sich der Schlossplatz schnell“, berichtet Schön.

Zwar fanden sich nach Einschätzung der Organisatoren mehr Verkäufer als Käufer ein. Das passte aus ihrer Sicht zur derzeit zurückhaltenden Kauflaune. Dennoch zeigten sich viele Anbieter zufrieden. „Manche Verkäufe ergaben sich auch im direkten Gespräch, etwa von Nachbar zu Nachbar. Wichtig war zudem, dass sich viele erstmals konkret mit dem Verkauf eines nicht mehr genutzten Fahrrads beschäftigten.“
Zwei Termine für 2027 geplant
So kann es weitergehen, findet der Radsportverein. Für 2027 sind ebenfalls zwei Fahrradbörsen vorgesehen, eine im April und eine im September. Die Premiere auf dem Schlossplatz hat dafür eine gute Grundlage geschaffen.






















