MAINZ – Seit kurzem fährt auf den Straßen ein Stadtgelenkbus der Mainzer Mobilität, den zwei erfahrene Graffiti-Künstler zu einem farbenfrohen Motivträger mit heimischen Lebewesen gestaltet haben entwickelten. Die im Detail mit feiner Linie aus der Sprühdose gezeichneten Tiere, die an Land und in der Luft leben oder im Rhein schwimmen, sollen aber nicht nur gefallen.
Der lokale ÖPNV-Dienstleister hat die Künstler Leif-Eric Möller (aka Leif.Lines) und Moritz Overbeck (aka Buitates) gebeten, die Motive als Aufmerksamkeitsträger für den Klimaschutz in Mainz zu entwickeln. „Unsere Fahrgäste sollen Freude an der ausfallenden Gestaltung haben und gleichzeitig zum Nachdenken angeregt werden“, sagte Geschäftsführer der Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH (MVG), Jochen Erlhof. Die Motivation zur Nutzung des ÖPNV könne einen wichtigen Beitrag zum Erreichen von Klimaschutzzielen leisten, so der MVG-Geschäftsführer.

Als ein anderes zentrales Motiv taucht auf dem Gelenkbus „MAN A23 Lion’s City G“ ein weiteres Wahrzeichen der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt: die Theodor-Heuss-Brücke. „Sie verbindet nicht nur Mainz und Wiesbaden, sondern auch Land, Wasser und Luft miteinander“, so Erlhof.
Eine vergleichbare Umgestaltung mit Graffiti seien im Konzern Mainzer Stadtwerke nicht neu. „Im Rahmen des Projekts ,Aus grau wird Kunst‘ wurden bisher hunderte Stromkästen, aber auch außerhalb des Projekts zahlreiche Haltestellen, Sanitäranlagen für das Fachpersonal und andere Betriebsanlagen verschönert.“
Damit die animalischen Botschaftsträger nicht bei einem Unfall in Mitleidenschaft gezogen und beschädigt werden, wurden die Motive nicht direkt auf die Karosserie aufgetragen. „Wir benutzten Aluverbundplatten in den Bus-Maßen“, so Erlhof. Die Kunstwerke wurden dann hochauflösend abfotografiert, digital aufbereitet und auf Folie gedruckt.
„Es ist supercool geworden“, fand Leif-Eric Möller. „An manchen Stellen dank des Farbdrucks sehen die Motive sogar besser aus als in live.“ Erlhof: „Die verwendete Methode bietet Vorteile wie die Reproduzierbarkeit und Haltbarkeit des Kunstwerks“. Der Graffiti-Bus soll ja noch lange die Augen erfreuen.























