
NIEDER-OLM – Es ist gute Tradition, dass zum Jahresanfang Journal Lokal dem Stadtbürgermeister von Nieder-Olm im persönlichen Gespräch die Gelegenheit bietet, das vergangene Jahr ein wenig Revue passieren zu lassen und einen Ausblick auf das neue zu geben.
Rückblick:
Frage: Herr Hasenfuss, was waren aus Ihrer Sicht die wichtigsten Projekte für Nieder-Olm im Jahr 2025?
Dirk Hasenfuss: Im vergangenen Jahr wurden tatsächlich viele „große“ Projekte angestoßen, die nun in den nächsten Jahren entwickelt werden. Dazu gehören der Neubau, respektive die Sanierung unserer Trauerhalle, um das Projekt Friedhofserweiterung damit für die nächsten 50 Jahre zu einem Abschluss zu bringen. Weiterhin wurden die Planungen für unser neues Vereinsheim auf dem Sportplatz Am Engelborn weiter fortgeführt, hier soll auch eine Gastronomie angesiedelt und das Gelände als Platz für Familien und Sportbegeisterte genutzt werden. Aber auch die Planungen zur Gastronomie am Rathausplatz wurden weitergeführt und ein Architekturbüro gestaltet momentan die Raumaufteilung. Ich verspreche nicht zu viel, wenn ich Ihnen sage: Die Außenansicht ist wundervoll! Die Fertigstellung ist für 2028 geplant. Ansonsten gab es natürlich eine Vielzahl von Projekten und Initiativen, die Nieder-Olm im letzten Jahr wieder ein Stück lebens- und liebenswerter gemacht haben. Um hier den Rahmen nicht zu sprengen, möchte ich an dieser Stelle gerne auf den aktuellen Jahresrückblick der Stadt verweisen, der kostenlos im Stadtbüro abgeholt werden kann.
Lernen aus dem Vergangenen:
Frage: Gibt es eine Entscheidung oder ein Projekt aus dem vergangenen Jahr, das Ihnen besonders am Herzen lag?
Dirk Hasenfuss: Etwas ganz besonderes war mit Sicherheit die Gründung der neuen Städtepartnerschaft mit Platanias auf Kreta. Vorangegangen waren gegenseitige Besuche, Kennenlernen und ein intensiver Austausch. Die Unterzeichnung der Urkunde war ein denkwürdiger Schritt. Vor dem Hintergrund der Gräueltaten der Nazis auf Kreta im zweiten Weltkrieg, zeigen wir so, dass wir uns die Hände reichen, aufeinander zugehen, ohne Vorurteile und von- und miteinander lernen wollen. Ich freue mich sehr darüber.
Ausblick auf 2026:
Frage: Welche zentralen Projekte und Vorhaben stehen 2026 für unsere Stadt im Fokus – und worauf dürfen sich die Bürgerinnen und Bürger besonders freuen?
Dirk Hasenfuss: Große Projekte habe ich ja oben schon aufgezählt. Oftmals sind es aber auch die „kleinen Dinge“ die Freude bringen. Es werden große Blumenkübel in der Stadt platziert und toll bepflanzt. Zudem sollen am Rathausplatz Blumenampeln an den Laternen angebracht werden. Es wird ein sehr großer beleuchteter Weihnachtsstern im November an unserem Nieder-Olm Schriftzug installiert, welcher das Entree verschönert. Darüber hinaus wird der Bereich an der Georg-Taulke Allee landschaftsplanerisch überarbeitet und auch hier Blühpflanzen und Stauden eingesetzt. Einige Flächen werden entsiegelt und Bäume gepflanzt, z.B. in der Carlo Mierendorff Straße. Unsere Stadt wird immer also grüner – freuen wir uns drauf!
Sorgen:
Frage: Wirkt sich die allgemein wirtschaftlich angespannte Lage auf diese Pläne aus?
Nieder-Olm kann diese zum Teil großen Projekte nur umsetzen, da die Stadt finanziell auf sicheren Beinen steht. Wir bilden alles über unsere liquiden Mittel ab. Kredit Aufnahmen sind nicht nötig. Natürlich verringert sich die Liquidität. Allerdings gehören Investitionen in die Infrastruktur und die Lebensqualität zu den Aufgaben, die den Bürgerinnen und Bürger zugutekommen. Was helfen Millionen auf der Habenseite, wenn sich vor Ort nichts verändert und stillstand droht? Gleichwohl ist eine solide und vorausschauend Finanzpolitik wichtig und wir werden auch in Zukunft finanziell so aufgestellt sein, dass wir nicht nur verwalten, sondern auch gestalten können.
Wünsche:
Frage: Was wünschen Sie sich für den Zusammenhalt und das Miteinander der Menschen in Nieder-Olm im neuen Jahr?
Dirk Hasenfuss: Auch wenn es vielleicht komisch klingt: Ich wünsche mir ein ‚Weiter so‘. Unsere Vereine und Initiativen, Kirchengemeinden, ehrenamtlich Helfende und Unterstützende leisten hier vor Ort so wahnsinnig viel, da kann man einfach nur ‚Danke‘ sagen und ‚Bitte macht weiter so. Ihr macht unsere Stadt so lebenswert wie sie ist.‘
Persönliche Perspektive:
Frage: Und ganz persönlich gefragt: Was wünschen Sie sich für sich selbst als Bürgermeister im Jahr 2026 und auch ganz privat als Dirk Hasenfuss?
Dirk Hasenfuss: Als Bürgermeister wünsche ich mir natürlich, dass die geplanten Projekte gelingen und man etwas Positives hinterlässt. Privat wünsche ich mir weiterhin Gesundheit für meine Familie und Freunde und viele schöne gemeinsame Augenblicke.
Vielen Dank für das Gespräch.
Die Fragen stellte Annette Pospesch
























