
BRETZENHEIM – Die Sicherheit der Fußgänger an der Haltestelle „Gutenberg-Center Ost“ in der Haifa-Allee in Höhe des Gutenberg-Centers beschäftigte nun erneut den Ortsbeirat Bretzenheim. In einem einstimmig verabschiedeten ÖDP-Antrag bittet das Gremium die Verwaltung, auf Höhe der beiden Bushaltestellen der Linien 57 und 71 stadteinwärts und stadtauswärts einen Zebrastreifen zu errichten. Die Gefahr, dass in der gegenwärtigen Situation ohne Zebrastreifen ein Mensch zu Schaden kommt, sei als hoch einzustufen, heißt es in der Begründung des Antrags. Es bestehe die dringende Notwendigkeit der Einrichtung eines Zebrastreifens mit Beschilderung.
Auf der einen Seite gebe es das Gutenberg-Center mit seinen vielfältigen Angeboten und Einkaufseinrichtungen. Auf der anderen Seite seien in den vergangenen Jahren viele Gebäude errichtet worden: So das Helix-Center mit Ärzten und einer Apotheke sowie weitere Institute des Gesundheitsangebotes wie etwa physiotherapeutische Einrichtungen, ein Sanitätshaus, ein Fitnessstudio und eine Klinik mit operativem Angebot. „Es muss dringend was geschehen“, forderte Dr. Peter Schenk (ÖDP). Viele Fußgänger, auch ältere und gehbehinderte Menschen, überquerten die stark befahrene Haifa-Allee an dieser Stelle über eine kleine Mittelinsel.
Hans-Peter Rosenhayn (Freie Wähler) erinnerte an einen ähnlich lautenden Antrag des Ortsbeirates, der vor rund einem Jahr gestellt worden war und der leider keinen Erfolg gebracht habe. „Es geht seit fünf Jahren so“, bekräftigte Ortsvorsteher Manfred Lippold (CDU). Erst sei Corona dazwischen gekommen, aber auch danach sei nicht viel gemacht worden. Die kleine Mittelinsel sei kein Übergang, sondern nur eine Warnbake. „Wir sollten endlich eine Antwort bekommen“, forderte der Ortsvorsteher im Namen des Ortsbeirates.
Die mangelhafte Umsetzung der Anträge des Ortsbeirates durch die Verwaltung und die vielen fehlenden Antworten auf Anfragen des Gremiums beschäftigten dann auch etliche Bürger in der Bürgerfragestunde. So sei etwa der sorgfältig ausgearbeitete Antrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit an der viel befahrenen Kreuzung Alfred-Mumbächer-Straße und Mühlweg von der Verwaltung seit acht Monaten nicht beantwortet worden. Viele Bürger äußerten ihr Unverständnis über die ihrer Meinung nach ständige Missachtung des Ortsbeirates durch die Verwaltung. „Wir sind nicht nur enttäuscht, wir sind stinksauer“, bekräftigte Ortsvorsteher Lippold im Namen der Fraktionen. Auf etliche Emails und auf Anfragen habe er keine Antwort erhalten. „Es tut sich nichts“, betonte Lippold. „Der Bürger wird im Regen stehen gelassen, und auch die Arbeit des Ortsbeirates wird mit Füßen getreten.“
Oliver Gehrig

























