
HECHTSHEIM – Der Hechtsheimer Weihnachtsmarkt findet traditionell am dritten Adventswochenende statt. Geändert hat sich der Standort: Statt am Lindenplatz findet der Weihnachtsmarkt nun seit 2024 auf dem Festplatz An der Brausch statt. Bei der Jahreshauptversammlung des Vereinsrings im Feuerwehrgerätehaus, zu der Vereinsringsvorsitzende und Ortsvorsteherin Ulrike Cohnen rund 20 Vertreterinnen und Vertreter der Vereine begrüßte, war der Weihnachtsmarkt das Topthema.
„Die Lichterketten kamen sehr gut an“, informierte Cohnen. „Wir wollen dieses Jahr eine zweite Hülse setzen.“ Sinnvoll sei, den Festplatz An der Brausch bereits am Freitag für den Aufbau sperren zu lassen. Die Aufstellung soll verbessert und die Stände sollen mehr geschmückt werden.
„Trotz einiger Hindernisse war es ein gelungenes Fest“, resümierte Schriftführer Jan Junkes. Er brachte spätere Öffnungszeiten ins Gespräch.
Es gab auch einige Kritik der Vereinsvertreter. „Es ist nicht gut, wenn der Weihnachtsmarkt bereits abgebaut wird, wenn er noch läuft“, kritisierte Ottmar Schwinn vom Verein für Hechtsheimer Ortsgeschichte. „Dieser Weihnachtsmarkt hat das Flair eines Zeltplatzes“, schimpfte Reinhard Schwarz (Freie Wähler). „Er ist weit draußen. Können wir nicht wieder zurück in den Ort?“ Sicherheitsbedenken seien ausschlaggebend für den Ortswechsel gewesen, antwortete Vereinsringsvorsitzende Cohnen. „Die Rettungswege müssen frei sein.“ Schriftführer Junkes bekräftigte: „Mit den heutigen Auflagen ist es feuerwehrtechnisch kaum noch machbar.“ Gerhard Wenderoth (Freie Wähler) bestätigte: „Ein neuer Platz braucht ein bisschen Zeit.“ Angelika Brucherseifer (CDU) dankte der Feuerwehr, die die Zufahrten abgesperrt hatte.
Auch der Flohmarkt im November sei gut angekommen, bilanzierte Vereinsringsvorsitzende Cohnen. „Wir hätten uns aber gewünscht, dass noch mehr Besucher kommen.“ Alle Einnahmen flossen in die Finanzierung des Weihnachtsmarktes.
Die dritte Veranstaltung des Vereinsrings war das Christbaumschmücken am Lindenplatz. Viele Kinder haben mitgemacht, als Lohn gab es Plätzchen. Der Hintergrund sei, dass Möbel Martin den Baum nur noch aufstelle, aber nicht mehr schmücke, erläuterte Cohnen.
Aktuell hat der Vereinsring 39 Mitgliedervereine. Die neue Homepage ist nahezu fertiggestellt, teilte Jan Junkes mit. Der Mitgliedsbeitrag bleibt bei 10 Euro plus der solidarischen Jubiläumsabgabe.
Nach dem Bericht der Kassenrevisoren wurde der Vorstand entlastet. Als Kassenrevisoren wurden Prof. Felix Leinen (ÖDP) und Klaus Dostert vom Verein für Hechtsheimer Ortsgeschichte einstimmig wiedergewählt.
Unter „Verschiedenes“ gab Winzervereinschef Marcus Clauß bekannt, dass die Hechtsheimer Winzertage im September in diesem Jahr leider ausfallen. Der Grund sei die immer früher startende Weinlese. „Die Winzer konnten zu spät mit der Weinlese anfangen“, so Clauß. Ob es eine Ersatzveranstaltung gibt, ist noch offen. Das sonst zu den Winzertagen stattfindende Landfrauencafé findet eine Woche vorher zur Hechtsheimer Kerb statt.
Oliver Gehrig
























